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Lehrstunde vom Meister

Football-Bundesliga Süd: Kirchdorf Wildcats verlieren 12:51 gegen Schwäbisch Hall Unicorns
20.05.2019 | Stand 19.05.2019, 18:36 Uhr
Musste als Quarterback ran – Offense-Coordinator Clayton Turner. Ian Kolste hatte sich eine Wadenzerrung zugezogen. −F.: Geiring
Musste als Quarterback ran – Offense-Coordinator Clayton Turner. Ian Kolste hatte sich eine Wadenzerrung zugezogen. −F.: Geiring

Nichts zu holen war für die Kirchdorf Wildcats bei der Heim-Premiere 2019 in der In(n)-Energie-Arena gegen den Deutschen Meister Schwäbisch Hall Unicorns. Endstand: 12:51.
Die 780 Zuschauer sahen einen souverän aufspielenden Favoriten, der bereits nach dem ersten Viertel mit einem 28:0 in Führung lag und dem die Hausherren in allen Belangen unterlegen waren. Ein Grund dafür war vielleicht die Verletzung von Stamm-Quarterback Ian Kolste, der mit einer Wadenzerrung pausieren musste. Für ihn sprang Offense-Coordinator Clayton Turner in die Bresche, der seine Sache gut machte. Er brachte Lukas Anzeneder und Robert Ruiz oft in gute Feld-Positionen, für Punkte reichte es dennoch nicht.
Der Druck der gegnerischen Defense-Line war zu groß. Die Offense der Gäste konnte nach Belieben agieren. Quarterback Jadrian Clark, der nach zwei Jahren wieder nach Kirchdorf zurück kehrte, verteilte keine "Geschenke" an die Wildcats, sondern Touchdown-Pässe an seine Receiver. Er erlief selbst zwei Touchdowns und stellte den Score bis zur Halbzeit auf 42:0.
Selbst die Defense der Kirchdorf Wildcats kam an diesem Tag nicht zu ihrer gewohnten Stärke. Einzig Kilian Weber konnte in Hälfte zwei den Quarterback der Unicorns öfter zu Fall bringen. Allerdings spielten diese hier schon mit der zweiten Garde. Für die Punkte der Niederbayern sorgten ein Safety der Defense und ein Defense-Touchdown von Lorenz Klauser, der einen Ball abfing und die "Pille" über 75 Yards in die Endzone trug. Im letzten Quarter war es noch Baris Dasar mit einem Field-Goal aus 25 Metern zum Endstand von 12:51 aus Sicht der TSV-Footballer. "Das Spiel hat gezeigt, dass wir es im zweiten Jahr in der GFL schwerer haben werden, da uns die Gegner ernster nehmen. Heute war einfach nicht viel mehr drin. Es sind andere Gegner, die wir schlagen müssen und können als den amtierenden Deutschen Meister", konstatierte Head-Coach Christoph Riener nach dem Spiel und verwies auf die kommende hohe Auswärtshürde kommenden Sonntag um 16 Uhr in Marburg. Die stehen nach drei Niederlagen zum Saisonstart hinter den Wildcats, doch die Kirchdorfer konnten bisher noch nie in Hessen einen Erfolg landen. − hpk