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Versicherungsbüro

Allianz Generalvertretung Obermaier

 

Sebastian Obermaier

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1. Vorstand Killermann Michael

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!! WICHTIG !!

 

Sportunfälle bitte sofort melden.

 

Warum Sportunfälle sofort gemeldet werden müssen.
Lesen sie hier : Unfallbeispiele der Sportversicherung

Warum alle Mitglieder beim Hauptverein gemeldet werden.

Versicherungsbüro beim Bayerischen Landes-Sportverband e.V.
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Martin S. war spät dran. Das abendliche Volleyball-Training sollte pünktlich um 18.00 Uhr beginnen. und er war mit seinem Rennrad noch mindestens fünf Kilometer von der Sporthalle entfernt.

Also legte er – tief über den Lenker übergebeugt – einen Zwischenspurt ein und rauschte förmlich an den Häusern der Siedlung vorbei. Martin S. fuhr gerade in einer verkehrsberuhigten Zone, in der eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h vorgeschrieben war, als ein Anwohner seinen Pkw hinter einer Kurve langsam rückwärts aus der Garageneinfahrt heraussetzte.

In seiner Eile und auch wegen seiner vorn vornüber gebeugten Haltung sah Martin S. das Hindernis zu spät. Alle Bremsversuche waren vergeblich. Er prallte mit dem Fahrrad seitlich gegen das Heck des Pkw, flog selbst im hohen Bogen darüber und schlug dahinter auf der Straße auf. Zum Glück hatte er einen Fahrradhelm getragen.

Zusätzlich zu dem nahezu komplett verbogenen Fahrradrahmen trug Martin S. einen Oberarmbruch und eine Schulterluxation davon. Die zahlreichen Prellungen waren im Vergleich dazu eher nebensächlich. Ein herbeigerufener Rettungswagen brachte ihn ins Krankenhaus.

Der Pkw-Fahrer machte gegen Martin S. Schadensersatzansprüche geltend, weil dieser durch die unangemessene Geschwindigkeit nicht die nötige Vorsicht und Rücksichtnahme im Verkehr hatte walten lassen.

Sein Verein meldete den Unfall dem Versicherungsbüro bei der ARAG Sportversicherung. Da Martin S. auch auf dem Weg zum Training im Rahmen der Sportversicherung versichert war, kümmerte sich die ARAG um den Haftpflichtschaden. Letztlich erhielt der Pkw-Fahrer 75 Prozent seines Schadens an der Karosserie ersetzt, wobei die sogenannte Betriebsgefahr des Pkw sich haftungsmindernd auswirkte.

Nachdem die Behandlung der unfallbedingten Verletzungen bei Martin S. ungefähr nach einem Jahr abgeschlossen war, ließ die ARAG durch einen medizinischen Sachverständigen die Höhe des verbliebenen Dauerschadens feststellen. Zwei Jahre nach dem „schmerzhaften Zusammentreffen“ erhielt Martin die vertraglich vorgesehene Versicherungsleistung für einen Invaliditätsgrad von 25 %.

 

Ein Schützenverein in Westfalen veranstaltete am Himmelfahrtstag 2011 für seine Jungschützen eine Fahrradtour.

Bei dieser Tour verunglückte ein Mitglied der Jungschützen bei einem Verkehrsunfall schwer, als er auf der Kreuzung eines Waldwegs die eine übergeordnete M-Straße passierte. Er stieß mit einem ihm gegenüber bevorrechtigten Pkw zusammen.. Dafür machte er den Schützenverein verantwortlich und nahm ihn auf Schadensersatz in Anspruch.

Das Landgericht hatte die Klage nach Beweisaufnahme durch Vernehmung von Zeugen abgewiesen und dies im Wesentlichen wie folgt begründet:

 

Der Schützenverein hafte nicht gem. § 823 Abs. 1 BGB, weil weder dem Vorstand des Vereins noch den Organisatoren der Fahrradtour eine Verletzung von Verkehrssicherungspflichten anzulasten sei. Das vorgesehene und auch tatsächlich umgesetzte Sicherungskonzept habe den zu Anforderungen hinreichend entsprochen. In den etwa zwei Stunden vom Beginn der Tour bis zum Unfallgeschehen hätten die Teilnehmer der Tour bereits mehrere Kreuzungen überquert gehabt. Dabei habe es nach jeweiliger Sicherung durch die eingeteilten und mit Warnwesten ausgerüsteten Sicherungsposten keinerlei Probleme gegeben. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Sperrung der Unfallkreuzung aufgehoben worden sei, nachdem ein Großteil der Teilnehmer die dem Waldweg übergeordnete M Straße überquert gehabt hatte. Zwar hätte man für eine Nachzüglergruppe, die zurück geblieben war, weil ein Teilnehmer eine Fahrradpanne gehabt hatte, die Kreuzung später erneut sperren müssen. Hieraus lasse sich jedoch zum Vorteil des Klägers nichts herleiten. Denn der verunfallte Jungschütze war nicht in einer Gruppe mit den anderen Nachzüglern gefahren sondern allein den anderen voraus. Eine Sperrung der Kreuzung für einen einzelnen Nachzügler habe nicht erfolgen müssen und eine derartige Sperrung habe auch nicht erwartet werden können.

 

Mit der Berufung verfolgt der Jungschütze sein Klageziel weiter. Er vertrat die Auffassung, das Landgericht hätte unfallursächliche Pflichtverletzung auf Seiten des Schützenvereins rechtsfehlerhaft verneint. Denn entgegen der Auffassung des Landgerichts habe er erwarten dürfen, dass zu überquerende Straßenkreuzungen stets in gleicher Weise gesichert gewesen seien wie in den ersten beiden Stunden des Fahrradausflugs. Dies hätte auch für die Nachzügler gelten müssen. An der Unfallstelle habe eine besondere Gefahrensituation bestanden, zumal die Radfahrer auf der abschüssigen Strecke erhebliche Geschwindigkeiten erreicht hätten. Zudem war die Querstraße ebenso wie das Verkehrsschild für Ortsunkundige wie ihn nur schwer zu erkennen gewesen seien. Und außerdem hätte der Verein eine gewisse alkoholbedingte Enthemmung der Teilnehmer bedenken müssen. Es habe daher Anlass bestanden, Sicherheit auch für Nachzügler zu gewährleisten, und zwar durch Sperrung der Vorfahrtstraße oder durch Warnposten auf dem Waldweg vor der Kreuzung.

Die Berufung hat keinen Erfolg.

 

Ein Schadensersatzanspruch gegen den Schützenverein stand dem Jungschützen weder wegen der Verletzung von Pflichten aus dem durch die Vereinsmitgliedschaft begründeten rechtlichen Sonderverhältnis zwischen Verein und Jungschützen gemäß §§ 280, 278 BGB zu noch nach Deliktsrecht gem. §§ 831, 823, 31 BGB. Unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt konnte festgestellt werden, dass der Unfall des Jungschützen auf einer dem Schützenverein zuzurechnenden Pflichtverletzung beruhte.

Der Auffassung des Jungschützen, der Verein hafte gem. §§ 823, 31 BGB, weil sein Vorstand es unterlassen habe, die Organisatoren der Radtour einzuweisen, sie zu unterrichten, zu schulen, die Benutzung von Schutzhelmen zu verlangen, selbst die Oberaufsicht zu übernehmen und die Feuerwehr oder die Polizei hinzuzuziehen, folgt das Oberlandesgericht nicht. Dabei kann dahinstehen, ob der Unfall überhaupt vermieden worden wäre, falls der Vorstand des Schützenvereins derartige Maßnahmen getroffen hätte. Denn aus der Sicht des Vorstandes bestand zu solchen Maßnahmen keine Veranlassung und daher auch keine Pflicht. Es war auch nicht ersichtlich, warum der Vereinsvorstand den damit betrauten Organisatoren die Aufgabe, die Radtour zu planen und durchzuführen nicht allein hätte übertragen dürfen. Denn bei den Radtouren in den Vorjahren war, soweit ersichtlich, nie etwas schief gegangen. Unter diesen Umständen hatte der Vereinsvorstand keine Veranlassung, über das tatsächlich umgesetzte Schutzkonzept hinaus gesteigerte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Immerhin handelte es sich bei den Organisatoren um erwachsene Vereinsmitglieder, die offenbar auch selbst keine Bedenken sahen, die Aufgabe zu übernehmen und die Radtour wie in den Vorjahren durchzuführen.

 

Der Vorstand war ferner ebenso wie die Organisatoren nicht verpflichtet, wegen einer übermäßigen Straßennutzung i. S. d. § 29 Abs. 2 StVO besonders erhöhte Vorsicht walten zu lassen oder gar eine behördliche Erlaubnis einzuholen. Denn bei den Jungschützen, die den Radausflug unternahmen, handelte es sich um lediglich ca. 30 Personen. Nach der Verwaltungsvorschrift zu § 29 StVO sind Radtouren erst dann erlaubnispflichtig, wenn daran mehr als 100 Personen teilnehmen oder mit erheblichen Verkehrsbeein-trächtigungen zu rechnen ist. Dafür bestanden hier keine Anhaltspunkte.

 

Auch im Hinblick auf § 27 StVO ließ sich kein haftungsbegründendes Verhalten des Vereinsvorstandes oder der Organisatoren erkennen. Zwar dürfen mehr als 15 Radfahrer einen Verband im Sinne dieser Vorschrift bilden und gemäß § 27 Abs. 5 StVO hat, wer einen solchen Verband führt, für die Befolgung einschlägiger Vorschriften zu sorgen. Zum Vorteil des Jungschützen ließ sich daraus aber schon aus dem Grunde nichts herleiten, weil er unmittelbar vor dem Unfallgeschehen nicht als Teil eines geschlossenen Verbandes, sondern separat fuhr. Für die Einhaltung der Verkehrsvorschriften war er daher wie grundsätzlich jeder Fahrzeugführer allein verantwortlich.

 

Eine rechtswidrige unerlaubte Handlung der Organisatoren, für die der Schützenverein gemäß § 831 BGB haftbar gemacht werden könnte, ergab sich ferner nicht daraus, dass sie die Sperrung der Vorfahrtstraße aufgehoben hatten, nachdem ein Großteil der Teilnehmer, nämlich diejenigen, die nicht wegen der Fahrradpanne eines Teilnehmers zurückgeblieben waren, die M-Straße überquert hatte. Es mag zwar sein, dass der Unfall des Jungschützen vermieden worden wäre, wenn die M-Straße bei Annäherung des Jungschützen als dem ersten der Nachzügler erneut gesperrt worden wäre oder wenn einer der Organisatoren den Jungschützen vor der M-Straße angehalten hätte, bis sich alle Nachzügler gesammelt hatten, damit man die M-Straße als geschlossene Gruppe queren konnte. Für die Annahme einer solchen Sicherungspflicht der Organisatoren mag auch sprechen, dass einerseits eine solche Maßnahme ohne großen Aufwand hätte ergriffen werden können, zumal zumindest einer der Organisatoren die M Straße noch nicht überquert hatte, und dass andererseits die unvorsichtige Überquerung einer übergeordneten Straße mit erheblichen Gefahren verbunden war, ferner, dass das Gefälle auf dem Waldweg zu einer unbeschwerten zügigen Fahrt einlud, dass die in Sichtweite auf der anderen Seite der M Straßen wartende Teilnehmergruppe die Aufmerksamkeit der Nachzügler auf sich gezogen haben mag und schließlich, dass der Alkoholkonsum geeignet war, den einen oder anderen Teilnehmer zu einer gewissen Sorglosigkeit zu verleiten.

 

Dennoch verneint das Oberlandesgericht einen unfallursächlichen Pflichtenverstoß der Organisatoren. Denn jedem der Nachzügler musste sich aufdrängen, dass er sich durch das Zurückbleiben aus dem geschlossenen Verband gelöst hatte, in dem man zuvor die Radtour gemeinsam absolviert und Kreuzungen überquert hatte. Für die Nachzügler ergab sich daraus eine veränderte Situation. Das Vertrauen darauf, dadurch geschützt zu sein, dass Sicherungskräfte ihr besonderes Augenmerk darauf richten würden, gruppenbedingt atypisches Verhalten der Radfahrer und hierdurch bedingte spezielle Gefahren durch besondere Vorkehrungen auszugleichen, war erkennbar nicht berechtigt. Die Organisatoren durften daher darauf vertrauen, dass jedenfalls die nicht in einer geschlossenen Gruppe, sondern einzeln fahrenden Nachzügler, wie der verunglückte Jungschütze selbst auf die Beachtung der Verkehrsregeln achten würden.

 

Etwas anderes galt auch nicht wegen der konkreten Verhältnisse an der Unfallkreuzung. Denn um eine ungewöhnlich gefährliche Stelle handelte es sich nicht. Jedenfalls hatte der dafür darlegungs- und beweispflichtige Kläger nicht Derartiges vorgetragen. Zwar hatte ein Zeuge der hinter dem Jungschützen gefahren war, bekundet, er habe die Querstraße nicht wahrgenommen und auch nicht das vor der Kreuzung aufgestellte Verkehrszeichen 205bemerkt. Dass die Straße und auch das Verkehrszeichen wahrnehmbar waren, ergab sich aber aus der Aussage eines anderen Zeugen. Darüber hinaus belegte ein im Zuge der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gefertigtes Lichtbild, dass Verkehrsschild und Querstraße bei der Annäherung an die Kreuzung aus der Fahrtrichtung des später Verunglückten durchaus rechtzeitig wahrgenommen werden konnten.

Da schon die Voraussetzungen einer Haftung des Schützenvereins nach den oben genannten Vorschriften nicht vorlagen, konnten dahinstehen, ob der Schützenverein anderenfalls auch aus sonstigen Gründen von einer Haftung freigestellt war.

 

Oberlandesgericht Hamm vom 05.02.2014 – 6 U 80/13

 

Ein Sportverein hatte am Platz vor der Vereinsgaststätte zum Maibaum-Fest eingeladen.

Bei freundlichem Wetter waren fleißige Vereinsmitglieder mit letzten Vorbereitungen beschäftigt.

Uwe H. hatte gerade noch am schon aufgerichteten Maibaum in drei Meter Höhe bunte Dekobänder angebracht, als seine Leiter ins Wanken geriet. Vorsichtshalber sprang er ab. Beim Abrollen über den rechten Arm hörte man allerdings schon ein verdächtiges Knacken.

 

Die sofort gerufenen Rettungssanitäter brachten den Gestürzten ins nahe gelegene Krankenhaus. Beim Röntgen zeigte sich, dass Uwe H. einen komplizierten Bruch am Oberarm davongetragen hatte.

So musste das Fest ohne den Helfer stattfinden.

Uwe H. wurde operativ versorgt. Da er unfallbedingt über mehrere Monate arbeitsunfähig war, zahlte ARAG eine Übergangsleistung von 1.000 Euro. Später stellte sich heraus, dass auch eine dauernde Funktionsbeeinträchtigung im Arm verblieb, so dass Uwe H. aus der Sport-Unfallversicherung eine Invaliditätsleistung von rund 6.000 Euro erhielt.

 

Zum Frühlingsanfang stand ein großer Gehölzrückschnitt auf dem Vereinskalender. Alle Mitglieder waren zum „Freischnitt“ aufgefordert, u.a., weil spitze Heckendornen das Bergen von im „Aus“ gelandeten Bällen behinderten. Der Vorstand hatte zuvor die Gemeinde, die Eigentümerin des Platzes war, vergeblich zur Auslichtung aufgefordert.

Da einige Fußbälle beim Bergen von den Stacheln zerstört worden waren, schritt der Verein schließlich zur Tat und leitete den Rückschnitt kurzerhand selbst in die Wege. Die Bäume und Sträucher auf dem gemeindlichen Sportstättengelände mussten nämlich laut Nutzungsvertrag noch vor Beginn der Vegetationsperiode geschnitten werden.

Es kam einiges zusammen, so dass sich schließlich einige Kubikmeter Ast- und Strauchabfälle im Abfallcontainer türmten.

Nach Ende der Aktion erhielt der Vereinsvorstand ein Schreiben der Stadtverwaltung, das den Verein in Aufruhr versetzte. Die Gemeinde als Eigentümerin bemängelte ihre nicht erteilte Einverständniserklärung und warf dem Verein vor, mehr als dreißig Bäume/Baumkronen und Hecken durch „unfachmännische Pflege“ folgenschwer geschädigt zu haben.

Dieser Sachverhalt wurde dem Vereinsvorstand erst im Nachhinein bewusst. Die Stadt als Eigentümerin hatte nach Sichtung des umfangreichen Baum- und Strauchschnitts einen Sachverständigen eingeschaltet und meldete auf Grundlage eines Gutachtens Schadenersatzansprüche an. Der Gutachter prognostizierte für die nächsten Folgejahre einen größeren Kostenaufwand für die Baumkronenpflege. Ob die radikal heruntergeschnittene Hecke jemals neu austreiben würde, war außerdem ungewiss.

Für den fachgerechten Nachschnitt in den Folgejahren erstattete ARAG über die Sport-Haftpflichtversicherung rund 4.000 Euro.

 

In einem Verein haben Sie tagtäglich mit Bankverbindungen, Anschriften und E-Mail-Adressen zu tun. Diese Daten unterstehen dem Persönlichkeitsrecht, das vom Bundesdatenschutzgesetz gewahrt wird.

Spätestens seit Whistle-blower Edward Snowden hat sich jeder schon einmal Gedanken um seine persönlichen Daten im Netz gemacht. In Deutschland leitet das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) zu verantwortungsvollem Umgang mit personenbezogenen Daten an. Mit ihm soll das Persönlichkeitsrecht jedes Einzelnen gewahrt werden.

Führen Sie einen Verein, haben Sie es – beginnend beim Namen der Mitglieder – mit zahlreichen sensiblen Daten zu tun. Es ist erlaubt, sie zu erheben, zu speichern, zu ändern, zu übermitteln und zu nutzen, solange dies dazu beiträgt, den Vereinszweck zu erfüllen. Die Vereinsmitglieder vertrauen Ihnen ihre Daten an, und egal, ob Ihr Verein eingetragen ist oder nicht, muss er das Persönlichkeitsrecht seiner Mitglieder berücksichtigen. Daran kann auch die Vereinssatzung nicht rütteln.

Welche Vereinsdaten müssen geschützt werden?

Personenbezogene Daten, die für gewöhnlich im Verein mindestens abgefragt und geschützt werden müssen, sind:

  • Name und Anschrift
  • Geburtsdatum
  • Eintrittsdatum
  • Bankverbindung

Oft werden weitere Daten erhoben, wie die Telefonnummer, der Beruf, die E-Mail-Adresse. Auch diese gehören zu den Informationen über persönliche oder sachliche Verhältnisse eines bestimmten Menschen, die Sie schützen müssen. Erst wenn die Person verstorben ist, endet das Persönlichkeitsrecht. Das bedeutet, Sie dürfen die persönlichen Daten – zum Beispiel den Namen und das Geburtsdatum – verwenden, um einen Nachruf zu verfassen.

Umgang mit Daten zu Vereinszwecken

Per Gesetz werden Sie dazu aufgefordert, den Vereinszweck festzulegen, für den Sie Daten über ihre Mitglieder sammeln, analysieren und weitergeben. Das kann neben der Bankverbindung, die Sie für den Einzug der Beiträge benötigen, auch die Sprungweite des letzten Wettbewerbs eines Mitglieds sein, die Sie – im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit – in der Vereinszeitung, am schwarzen Brett, auf der Homepage oder in Ihrer Lokalzeitung veröffentlichen wollen. Ansonsten dürfen Sie personenbezogene Daten verarbeiten, wenn es sich um allgemein zugängliche Daten handelt und Sie davon ausgehen können, dass der Betroffene nichts dagegen einzuwenden hat. Aber Sie müssen die Mitglieder in jedem Fall darüber informieren, welche Abteilung die Daten verarbeitet, warum und an wen sie darüber hinaus noch gelangen, sofern damit zu rechnen ist. Diese Frage ist mit den Vorstandsmitgliedern und der Mitgliederversammlung zu klären.

Fassen Sie einen Beschluss und verpflichten Sie diejenigen, die Sie mit der sensiblen Datenverarbeitung betrauen, schriftlich dazu, das Datengeheimnis zu wahren.

Und wenn Sie die Vereinsmitglieder benachrichtigen, dann geben Sie Ihnen den Hinweis, dass Sie ein Recht auf Auskunft über ihre Daten haben und dass sie diese korrigieren, sperren oder löschen lassen können. Werden Sie von einem Mitglied dazu aufgefordert, sie zu löschen, oder benötigen Sie die Daten nicht mehr, dann entsorgen Sie sie so, dass auch nach der Entsorgung niemand Einblick nehmen kann. Mitglieder- oder Spendenlisten beispielsweise dürfen nicht in einem Stück in den Mülleimer geworfen werden.
Zur Aufbewahrung bzw. Vernichtung benötigen Sie einen Zerkleinerer, einen sicheren Aufbewahrungsort. Wichtig: Auch digital müssen Sie für Sicherheit sorgen, um zu verhindern, dass Daten an Unbefugte gelangen, missbräuchlich verwendet werden oder verloren gehen.

Mitgliederlisten oder -verzeichnisse an Vereinsmitglieder herausgeben?

Persönliche Daten wie die Mitgliederliste dürfen Sie intern bekannt machen, wenn es Zweck Ihres Vereins ist, die Geselligkeit zu fördern. Ist das nicht der Fall, aber die Mitglieder haben Interesse an einer Datenherausgabe, müssen Sie dies mit eventuell gegensätzlichen Interessen des Vereins und der Mitglieder abwägen. Damit sich aber Mitglieder mit anderen zusammenfinden können, um zum Beispiel einen Minderheitsantrag zu stellen, müssen Sie Ihnen Einsicht in die Mitgliederliste gewähren.

Datenverarbeitung für fremde Zwecke und Weitergabe an Dritte

Sollte eines Ihrer Vereinsmitglieder jemandem einen Schaden zugefügt haben und die Polizei verlangt persönliche Informationen, dürfen Sie diese herausgeben. Für vereinsfremde Zwecke gilt: Ein Verein darf dann personenbezogene Daten übermitteln oder nutzen, wenn damit berechtigte Interessen eines Dritten gewahrt werden, dadurch Gefahren für die staatliche oder öffentliche Sicherheit abgewehrt werden können oder eben, um Straftaten zu verfolgen. Ansonsten nur mit Einwilligung des Betroffenen.

Mit folgenden Interessen haben Sie es in Vereinen häufig zu tun:

  • Daten, wie die Zugehörigkeit zu einer Personengruppe, Name, Anschrift und Geburtsjahr werden für die Markt- und Meinungsforschung eingesetzt. Wirtschaftsunternehmen und Sponsoren verlangen manchmal Mitgliederdaten, um sie zu Werbezwecken einzusetzen. Dazu benötigen Sie die Einwilligung der betroffenen Mitglieder. Besonders dann, wenn es sich um besonders schutzbedürftige Daten handelt, beispielsweise zur Gesundheit sowie politischen oder religiösen Einstellungen von Personen.Nur dann, wenn es den Interessen von Vereinsmitgliedern offensichtlich nicht entgegensteht, können Mitgliederdaten ohne Einwilligung an Dritte weitergegeben werden. Diskutieren Sie das am besten auf einer Mitgliederversammlung und fassen Sie einen Beschluss dazu.
  • Fußball- und Leichtathletikvereine sind oft verpflichtet, die Daten ihrer Mitglieder regelmäßig einer Dachorganisation, wie einem Bundes- oder Landesverband, zu übermitteln. Nehmen Sie diese Information gleich in Ihre Vereinssatzung auf, sodass der Datenübertragung nichts im Weg steht.
  • Vereine dürfen grundsätzlich keine Angaben über Mitglieder an die Presse oder an andere Medien übermitteln. Eine Ausnahme könnte aber sein, dass der Verein „ins Gerede“ kommt, weil er ein Mitglied ausgeschlossen hat und eine Information darüber im Interesse des Vereins liegt.
  • Will der Verein Informationen über seine Mitglieder, wie etwa Spielergebnisse auf der Vereins-Website, veröffentlichen, müssen die Betroffenen vorher schriftlich belehrt werden. Informieren Sie Ihre Mitglieder, welche Daten Sie ins Internet stellen wollen und warum, damit sie gegebenenfalls widersprechen können.Wählen Sie sorgfältig aus, welche Daten wirklich nötig sind, um sich online und in den Medien zu präsentieren. Weisen Sie die Betroffenen darauf hin, wie weit die Daten unkontrolliert verknüpft und verändert werden können, damit sie sich der Tragweite der Weitergabe bewusst werden.

Datenschutzbeauftragter im Verein

Sind in Ihrem Verein mindestens zehn Personen mit der automatisierten Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung personenbezogener Daten beschäftigt, haben Sie nach dem BDSG einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Erfolgt dies nicht, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußen bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Ihr Datenschutzbeauftragter darf kein Vorstandsmitglied und nicht für die Datenverarbeitung verantwortlich sein. Und: er kann, aber muss kein Mitglied des Vereins sein. Üblicherweise wird er vom Vorstand bestellt, ihm unmittelbar unterstellt und vom Vorstand unterstützt. Der Datenschützer sollte nicht nur den Verein gut kennen, sondern auch das Datenschutzrecht. Muss der Verein keinen Datenschutzbeauftragten bestellen, hat der Vorsitzende sicherzustellen, dass der Verein die Regeln des Datenschutzes einhält.

 

Ein Sportverein richtete im November – wie in jedem Jahr – auf seinem Gelände das Martinsfeuer aus.

Die Mitglieder hatten auf dem Parkplatz reine Naturhölzer für das große Feuer gestapelt.

Unter musikalischer Begleitung startete der Martinszug. Das Feuer wurde entzündet. Viele Besucher waren gekommen, um das Spektakel zu bestaunen.

Während die Besucher schon auf dem Heimweg waren, kam plötzlich starker Wind auf und trug den Funkenflug bis zu 50 Meter weit zu einem benachbarten Grundstück. Dort geriet ein hölzernes Gerüst, das als Fahrradabstellplatz diente, in Brand.

Die Brandwache hatte es versäumt, geeignetes Löschmaterial in ausreichender Menge parat zu halten, um sofort eingreifen zu können. Zum Glück war die Feuerwehr schnell zur Stelle und löschte den Brand.

Um die Feuersglut auf dem Parkplatz kümmerten sich die Vereinsmitglieder und achteten auf deren vollständiges Erlöschen.

Die Regressansprüche der Gebäudeversicherung auf Basis eines Sachverständigengutachtens sowie die Kosten des Feuerwehreinsatzes befriedigte die ARAG Haftpflichtversicherung wegen der Verkehrssicherungspflichtverletzung rasch und unbürokratisch.

 

Aus Anlass des Vereinsjubiläums machte Marianne, langjährige ausgebildete und geprüfte Übungsleiterin, mit ihrer sechsköpfigen Mädchengruppe einen Ausflug in einen nahen Spiel- und Kletterpark. Alle Eltern waren zuvor informiert worden und hatten der Aktion zugestimmt.

 

Die Gruppe amüsierte sich bei bestem Wetter, teils auch unter freiem Himmel.

Marianne beaufsichtigte die Versuche ihrer Fünf- und Sechsjährigen an einer Kletterwand und animierte sie, auch die Spiralrutsche auszuprobieren.

 

Dabei achtete sie – genau wie sonst beim Hallentraining – darauf, dass die Gruppe während der ganzen Zeit immer zusammen blieb. Die Kinder waren an diese festen Regeln gewöhnt und hatten sie bislang auch befolgt.

Marianne war gerade mit einer Hilfestellung für Lara auf der Rutsche befasst, als sie plötzlich hinter sich einen Plumps und Aufschrei hörte.

 

Vicky war unbemerkt hinter Mariannes Rücken auf ein hohes Klettergerät gestiegen und abgestürzt. Sie hielt schmerzverzerrt ihren linken Fuß fest. Marianne war sofort bei ihr und versuchte Vicky zu beruhigen. Ein anderer Besucher eilte herbei, stellte sich als Arzt vor und leistete sogleich erste Hilfe. Der von Marianne alarmierte Notarzt kam zeitgleich mit der ebenfalls verständigten Mutter des verletzten Kindes am Kletterpark an und fuhr beide zur Klinik.

 

Marianne saß der Schrecken tief in den Gliedern. Unverzüglich brach sie den Ausflug ab und trat mit den verbliebenen fünf Kindern den Rückweg zur Sporthalle an. Ein derartiges Unglück hatte sie in ihrer Tätigkeit als Übungsleiterin seit über zwei Jahrzehnten – zum Glück – noch nicht erlebt.

 

Noch am selben Abend erfuhr sie von Vickys Vater, dass seine Tochter sich einen Bruch des Sprunggelenks zugezogen hatte. Marianne besuchte kurz darauf Vicky und ihre Mutter im Krankenhaus, und überreichte bei der Gelegenheit auch die ARAG Sport-Unfallschadenanzeige zur weiteren Ausfüllung. Sie war froh, als sie hörte, dass Vicky das Krankenhaus nach fünf Tagen mit einer Orthese verlassen durfte.

 

Ein paar Tage später meldete sich ein Rechtsanwalt für Vicky (vertreten durch ihre Eltern) beim Verein und machte Schmerzensgeldansprüche wegen mangelhafter Aufsicht geltend. Die ARAG befasste sich im Rahmen der Sport-Sportversicherung auch mit diesem Schaden. Die Angelegenheit konnte zur Zufriedenheit aller Beteiligten mit einem Vergleich abgeschlossen werden. Die ARAG Sportversicherung glich daneben auch Rechtsanwaltsgebühren von fast 1.000,00 Euro und den Regress der gesetzlichen Krankenkasse über 1.800,00 Euro aus. Außerdem leistete sie aus der Sport-Unfallversicherung ein Krankenhaustagegeld von 50,00 Euro Vicky und ihre Eltern wie auch Marianne und der Vereinsvorstand waren glücklich, dass der behandelnde Arzt beim letzten Kontrolltermin feststellte, dass ein unfallbedingter Dauerschaden nicht zu befürchten war.

So konnte Vicky schon bald nach ihrer Genesung wieder an der geliebten Turnstunde bei Marianne teilnehmen.

Die Sportversicherungsverträge der Landessportbünde/-verbände bieten einen obligatorischen Versicherungsschutz für die Mitgliedsverbände und Vereine sowie deren Organe, Mitglieder und Helfer. Mitversichert sind ebenso alle Übungsleiter und Trainer, die für die versicherten Organisationen tätig werden. Versicherungsschutz besteht bei der ARAG Sportversicherung grundsätzlich in den Sparten Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutz. Hiernach sind eigene Unfälle der Übungsleiter ebenso versichert, wie eigenverursachte Haftpflichtschäden. Die Rechtsschutzversicherung bietet zudem beispielweise Hilfestellung bei dem Vorwurf der fahrlässigen Körperverletzung. Eine gültige Übungsleiterlizenz ist für den Versicherungsschutz keine Voraussetzung. Zusätzlich zu der vorgenannten Absicherung über die Sportversicherungsverträge mit der ARAG besteht für nebenberuflich tätige Übungsleiter auch über die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft gesetzlicher Unfallversicherungsschutz.

 

Kein Versicherungsschutz besteht jedoch für Übungsleiter/Trainer, die außerhalb der Sportorganisation tätig werden. Wer private Übungsstunden organisiert oder bei nicht versicherten Organisationen oder in Betrieben leitet, ist nicht über seinen Verein versichert. Da auch die Privathaftpflicht berufliche Tätigkeiten nicht abdeckt, sollte jeder Übungsleiter, der außerhalb der Sportorganisation tätig ist, seinen Bedarf im Vorfeld prüfen. Eine ergänzende Haftpflichtversicherung sichert die privaten/nebenberuflichen Aktivitäten ab.

 

Warum der Versicherungsschutz so wichtig ist zeigt folgendes Beispiel:

Ein Übungsleiter ließ vor Trainingsbeginn ein Fangspiel in einer Sporthalle durchführen, bei dem ein Kind der Fänger war. Die elfjährigen Kinder liefen vor dem jeweiligen „Fänger“ wild auseinander. Nach ca. fünf Minuten war der Aufschrei eines Jungen zu hören. Dieser hatte sich dem Abtippen durch einen Hechtsprung entziehen wollen und war mit seinem Kopf gegen das Ende eines von der Decke in der Nähe der Hallenwand herabhängenden Klettertaus gekommen; leider so unglücklich, dass ein Frontzahn durch den Anprall abbrach.

Die Kosten des Zahnersatzes übernahmen die Krankenkasse und die ARAG Sport-Unfallversicherung, so dass kein materieller Schaden verblieb. Die Eltern des Jungen waren jedoch der Auffassung, dass der Übungsleiter seiner Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht nicht ausreichend nachgekommen war und forderten von ihm ein Schmerzensgeld in Höhe von 8.000,- Euro sowie seine schriftliche Erklärung, zukünftig für alle unfallbedingten materiellen und immateriellen Schäden aufzukommen.

 

Die ARAG Sport-Haftpflichtversicherung übernahm die Schadenbearbeitung und wies nach Prüfung des Sachverhalts die Schadenersatzansprüche gegenüber dem Geschädigten für den versicherten Übungsleiter als unbegründet zurück. Der Trainer hatte weder schuldhaft seine Warn- und Instruktions-, noch die üblichen Schutz- und Fürsorgepflichten verletzt. Vielmehr hat sich ein bedauerliches Lebensrisiko verwirklicht, für das nach gängiger Rechtsprechung kein Schadenersatz verlangt werden kann. Im Falle einer Klage würde die ARAG dem Übungsleiter auch passiven Rechtsschutz im Rahmen der Haftpflichtversicherung gewähren sowie sein Prozesskostenrisiko tragen.

 

Die ARAG Sportversicherung hält auch für außerhalb der Sportorganisation tätige Übungsleiter/Trainer entsprechende Deckungskonzepte bereit. Angebote können Sie beim Versicherungsbüro des für Sie zuständigen Landessportbundes/-verbandes anfordern, www.arag-sport.de

Kinderhüpfburgen sind auf Veranstaltungen von Vereinen eine beliebte Attraktion für kleine und große Kinder. Die Verantwortlichen sollten aber sicherzustellen, dass beim Spaß die Sicherheit nicht zu kurz kommt.

Eine Erzieherin aus dem Landkreis Neuwied hatte mit weiteren Erzieherinnen und 37 Kindern im April 2010 einen Freizeitpark besucht. Dort betrat die Frau ein prall mit Luft gefülltes Spielgerät aus Kunststofffolie (Luftschiff) über ein davor angebrachtes, 1,5m x 1m großes Luftkissen. Luftkissen und Luftschiff werden von demselben Gebläse unter Überdruck gehalten. Die Frau wollte auf der Hüpfburg die spielenden Kinder fotografieren. Beim Verlassen des Luftschiffs kam die Frau auf dem Luftkissen zu Fall, weil dessen Hülle nachgab. Sie erlitt dabei eine erhebliche Knieverletzung, für die sie von dem Betreiber des Ferienparks Schadensersatz in Höhe von ca. 5.000 Euro und ein Schmerzensgeld in Höhe von 12.000 Euro forderte.

 

Der Betreiber des Ferienparks wandte dagegen ein, das Spielgerät sei am Morgen vor dem Unfall  kontrolliert worden und sei in einwandfreiem Zustand gewesen.

Das Landgericht hat die Klage mit der Begründung abgewiesen, der Betreiber des Ferienparks habe seiner Verkehrssicherungspflicht genügt, da die Hüpfburg hinreichend kontrolliert wurde. Auch die Berufung der Frau hatte keinen Erfolg.

 

Nach dieser Entscheidung ist nun klar, dass der Betreiber einer Hüpfburg sicherstellen muss, dass die Luftfüllung auch bei vielen Kindern ausreicht, um beim Spielen nicht auf dem Boden unter dem Spielgerät aufzuschlagen. Der Betreiber muss auch einbeziehen, dass erwachsene Begleitpersonen mit höherem Körpergewicht die Hüpfburg betreten – etwa um Kinder abzuholen oder erzieherisch einzuschreiten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine regelmäßige Kontrolle des Spielgerätes angezeigt.

 

Im konkreten Fall hatte die verunglückte Erzieherin nicht beweisen können, dass das Luftkissen beim Verlassen des Spielgerätes mit zu wenig Luft gefüllt gewesen war. Sie selbst hatte das Luftschiff problemlos über das Luftkissen betreten können. Zu diesem Zeitpunkt war die Hüpfburg daher jedenfalls noch ausreichend mit Luft versorgt gewesen. Zudem hatten zahllose weitere Besucherinnen und Besucher am Unfalltag das Luftschiff problemlos betreten und verlassen. Eine zu geringe Luftfüllung war auch weder den anderen Erzieherinnen noch den 37 Kindern aufgefallen. Daher war auch nicht erkennbar, dass eine intensivere Kontrolle der Hüpfburg durch den Betreiber der Freizeitparks den Unfall hätte verhindern können.

Oberlandesgerichts Koblenz vom 3. Dezember 2012 – 5 U 1054/12.

Ein Schützenverein in Westfalen veranstaltete am Himmelfahrtstag 2011 für seine Jungschützen eine Fahrradtour. Bei dieser Tour verunglückte ein Mitglied der Jungschützen bei einem Verkehrsunfall schwer, als er auf der Kreuzung eines Waldwegs eine übergeordnete Straße passierte. Er stieß mit einem ihm gegenüber bevorrechtigten Pkw zusammen. Dafür machte er den Schützenverein verantwortlich und nahm ihn auf Schadensersatz in Anspruch.

 

Das Landgericht hatte die Klage abgewiesen und dies im Wesentlichen wie folgt begründet:

Der Schützenverein hafte nicht gem. § 823 Abs. 1 BGB, weil weder dem Vorstand des Vereins noch den Organisatoren der Fahrradtour eine Verletzung von Verkehrssicherungspflichten anzulasten sei. Das vorgesehene und auch tatsächlich umgesetzte Sicherungskonzept habe den Anforderungen hinreichend entsprochen. In den etwa zwei Stunden vom Beginn der Tour bis zum Unfallgeschehen hätten die Teilnehmer der Tour bereits mehrere Kreuzungen überquert. Dabei habe es nach jeweiliger Sicherung durch die eingeteilten und mit Warnwesten ausgerüsteten Sicherungsposten keinerlei Probleme gegeben. Es sei nicht zu beanstanden, dass die Sperrung der Unfallkreuzung aufgehoben worden sei, nachdem ein Großteil der Teilnehmer die dem Waldweg übergeordnete Straße überquert gehabt hatte.

 

Mit der Berufung verfolgt der Jungschütze sein Klageziel weiter. Er hätte erwarten dürfen, dass zu überquerende Straßenkreuzungen stets in gleicher Weise gesichert gewesen seien, wie in den ersten beiden Stunden des Fahrradausflugs. Dies hätte auch für die Nachzügler gelten müssen.

Auch die Berufung hatte keinen Erfolg.

 

Ein Schadensersatzanspruch gegen den Schützenverein stand dem Jungschützen weder wegen der Verletzung von Pflichten aus dem durch die Vereinsmitgliedschaft begründeten rechtlichen Sonderverhältnis zwischen Verein und Jungschützen  gemäß §§ 280, 278 BGB zu, noch nach Deliktsrecht gem. §§ 831, 823, 31 BGB.  Unter keinem rechtlichen Gesichtspunkt konnte festgestellt werden, dass der Unfall des Jungschützen auf einer dem Schützenverein zuzurechnenden Pflichtverletzung beruhte.

 

Der Auffassung des Jungschützen, der Verein hafte gem. §§ 823, 31 BGB, weil sein Vorstand es unterlassen habe, die Organisatoren der Radtour einzuweisen, sie zu unterrichten, zu schulen, die Benutzung von Schutzhelmen zu verlangen, selbst die Oberaufsicht zu übernehmen und die Feuerwehr oder die Polizei hinzuzuziehen, folgte das Berufungsgericht nicht. Dabei könnte dahinstehen, ob der Unfall überhaupt vermieden worden wäre, falls der Vorstand des Schützenvereins derartige Maßnahmen getroffen hätte. Denn aus der Sicht des Vorstandes bestand zu solchen Maßnahmen keine Veranlassung und daher auch keine Pflicht. Es war auch  nicht ersichtlich, warum der Vereinsvorstand den damit betrauten Organisatoren die Aufgabe, die Radtour zu planen und durchzuführen nicht allein  hätte übertragen dürfen. Denn bei den Radtouren in den Vorjahren war, soweit ersichtlich, nie etwas schief gegangen. Unter diesen Umständen hatte der Vereinsvorstand keine Veranlassung, über das tatsächlich umgesetzte Schutzkonzept hinaus gesteigerte Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Immerhin handelte es sich bei den Organisatoren um erwachsene Vereinsmitglieder, die offenbar auch selbst keine Bedenken sahen, die Aufgabe zu übernehmen und die Radtour wie in den Vorjahren durchzuführen.

Oberlandesgericht Hamm vom 05.02.2014 – 6 U 80/13 –

Die ARAG gewährt den Versicherten Haftpflichtversicherungsschutz für die versicherten Veranstaltungen, Unternehmungen und Tätigkeiten für den Fall, dass sie wegen eines Schadenereignisses, das den Tod, die Verletzung oder Gesundheitsschädigung von Menschen (Personenschäden) oder die Beschädigung oder Vernichtung von Sachen (Sachschäden) zur Folge hat, für diese Folgen aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts von einem Dritten auf Schadenersatz in Anspruch genommen werden.

Vereine, die Mitglied im LSB/LSV sind, haben über den Sportversicherungsvertrag Haftpflichtversicherungsschutz.

 

Schadenbeispiel aus der Praxis:

Der Verein hat während der kalten Jahreszeit seine Räum- und Streupflicht verletzt. Die Teilnehmerin einer Sportgruppe stürzt auf dem Weg zum Übungsraum auf eisglattem Weg und bricht sich einen Arm. Sie muss ins Krankenhaus und ist für einige Wochen arbeitsunfähig. Beim Verein macht die Verletzte später Schadenersatzansprüche für den ihr entstandenen Schaden geltend. Sie verlangt Schmerzensgeld und Ersatz ihrer Aufwendungen. Der Verein und damit die hinter ihm stehende Haftpflichtversicherung ist der Geschädigten zum Schadenersatz verpflichtet.

 

Die Schadensmeldung

Verweisen Sie den Geschädigten an den Versicherer und melden Sie den Schaden umgehend. Haben Sie keine Formulare zur Schadenmeldung vorrätig, wenden Sie sich an Ihr Versicherungsbüro. Die ARAG wird Ihnen eine formularmäßige Schadensanzeige zusenden, die Sie so sorgfältig wie möglich ausfüllen sollten. Mitgliedsvereine im LSB/LSV können Schadenmeldungen auch online ausfüllen oder als Pdf-Dokument herunterladen.

Ist Ihnen als Verantwortlichem für Versicherungsfragen im Verein der Schadensfall nicht bekannt, befragen Sie Zeugen nach Hergang und Verursacher. Bedenken Sie dabei, dass dem Versicherer eine sachliche und rechtlich verbindliche Beurteilung nur dann möglich ist, wenn er wahrheitsgemäß und eingehend über das Schadensereignis unterrichtet wird. Das soll bewusst aus der Sicht des Vereins geschehen. Der Geschädigte wird separat nach seiner Darstellung gefragt und wird dann das Geschehen aus seiner Sicht schildern.

Die Versicherten sind verpflichtet, unter Beachtung der Weisungen der ARAG nach Möglichkeit für die Abwendung und Minderung des Schadens zu sorgen und alles zu tun, was zur Klarstellung des Schadenfalles dient. Sie haben die ARAG bei der Abwehr des Schadens sowie bei der Schadenermittlung und –regulierung zu unterstützen, ihr ausführliche und wahrheitsgemäße Schadenberichte zu erstatten, alle Tatumstände, die auf den Schadenfall Bezug haben, mitzuteilen und alle nach Ansicht der ARAG für die Beurteilung des Schadenfalls erheblichen Schriftstücke einzusenden.

Zu Unrecht erhobene Ansprüche werden auf Kosten der Versicherung abgewehrt, notfalls auch durch die Aufnahme eines Prozesses. Nach Meldung eines Schadens prüft die ARAG Deckung und Haftung. Weder seitens des Vereins, noch der Versicherten sollte eine Stellungnahme abgegeben werden. Erkennt er zu Unrecht erhobene Ansprüche an oder befriedigt sie gar, kann er nicht mit dem Ersatz durch die Versicherung rechnen.

Interessante Schadenbeispiele nicht nur aus dem Haftpflichtbereich sind im Archiv der Schadenfälle des Monats auf www.arag-sport.de zu finden.

Die im Sport-Versicherungsvertrag enthaltene Rechtsschutzversicherung übernimmt das Kostenrisiko, wenn es darum geht, Ansprüche gegenüber Dritten durchzusetzen oder sich in einem Strafverfahren verteidigen zu lassen.

 

Der Versicherungsschutz sollte folgende Leistungsarten umfassen:

 

Schadenersatz-Rechtsschutz

Der Schadenersatz-Rechtsschutz unterstützt Sie bei der Durchsetzung von nichtvertraglichen Schadenersatzansprüchen gegenüber Dritten aus Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die dem Verein oder seinen Mitgliedern im Vereinsbetrieb entstehen.

 

Arbeits-Rechtsschutz

Der Arbeits-Rechtsschutz greift bei Ansprüchen aus Arbeitsverhältnissen.

 

Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz

Der Straf- und Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz deckt die Kosten zur Verteidigung gegen den Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit oder einer fahrlässigen Verletzung von Strafrechtsvorschriften ab.

 

Sozialgerichts-Rechtsschutz

Dieser Rechtsschutz regelt sozialgerichtliche Auseinandersetzungen mit den Trägern gesetzlicher Sozialversicherungen.

 

Miet-Rechtsschutz für vermietete oder gemietete Räumlichkeiten

Dieser Rechtsschutz für Grundstückseigentum und Miete bezieht sich auf mögliche Streitigkeiten, die sich aus dem Mietverhältnis ergeben können, z.B. Kürzungen der Mietzahlung für nicht abgestellte Mängel, fehlerhafte Heizkostenabrechnungen, Kündigung des Mietvertrags, Streit bei Renovierungskosten oder nachbarschaftsrechtliche Streitigkeiten.

 

Verkehrs-Rechtsschutz

Vereine, die über eigene Fahrzeuge verfügen, können einen Verkehrs-Rechtsschutz abschließen, der einen Schadenersatz-, einen Straf- und zusätzlich einen Führerschein- sowie einen Kraftfahrzeugvertragsrechtsschutz enthält.

Ein solcher Vertrag reguliert folgende Kosten:

  • die gesetzliche Vergütung des eigenen Rechtsanwalts
  • Kosten eines Korrespondenzanwaltes bei Zivilprozessen im Inland, wenn der Gerichtsort mehr als 100 Kilometer vom Wohnort entfernt ist
  • Gerichtskosten inklusive Gebühren für Sachverständige und Zeugen, die das Gericht bestellt hat sowie Vollstreckungskosten
  • Kosten für notwendige technische Gutachten eines öffentlich bestellten technischen Sachverständigen in verkehrsrechtlichen Straf- und Ordnungswidrigkeitsverfahren
  • Kosten für das Gutachten eines öffentlich bestellten technischen Sachverständigen in Kfz-Kauf- und Kfz-Reparaturvertragsstreitigkeiten
  • Kosten, die dem Prozessgegner entstehen, wenn der Versicherungsnehmer zu deren Erstattung verpflichtet ist
  • zinslose Darlehen bis zur vereinbarten Höhe für eine Kaution bei Strafverfahren im Ausland
  • Reisekosten zu ausländischen Gerichten, wenn das Erscheinen vom Gericht angeordnet wird

Bitte beachten:

Der Leistungsumfang ist davon abhängig, welches Bedingungswerk dem Versicherungsvertrag zu Grunde liegt. Beachten Sie bitte, dass die Rechtsschutzversicherer Ihr Anliegen hinsichtlich der Erfolgsaussichten prüfen, bevor sie leisten. In Zivilsachen erstattet der Rechtsschutzversicherer die Kosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetzt (RVG). Nebenabsprachen werden nicht vom Versicherungsumfang umfasst.

Das Versicherungsbüro bei Ihrem Landessportbund /-verband beantwortet gern weitergehende Fragen. Bitte rufen Sie uns an (Kontaktadresse unter www.arag-sport.de) oder senden Sie uns eine Nachricht.

ARAG
 

Der Wassersportverein von Johannes M. richtete eine Wettfahrt auf ‚seiner‘ Talsperre aus.

Johannes hatte sein Boot nach der Winterpause noch nicht zu Wasser gelassen.

Am Tag vor der Veranstaltung trailerte er sein Boot gemeinsam mit einem Vereinskameraden zur Talsperre.

Kurz vor dem Ziel geriet das Gespann in einer starken Kurve ins Schlingern. Bei der Kollision mit der Leitplanke wurde der Bootsanhänger erheblich beschädigt.

Zum Glück blieben die beiden Männer unverletzt. Da der Hänger noch fahrtüchtig war, gestattete die Polizei nach der Unfallaufnahme die Weiterfahrt zum Yachthafen. Damit war die Teilnahme an dem Wettsegeln am nächsten Tag nicht gefährdet.

Die Reparaturkosten an dem Hänger schätzte ein Sachverständiger auf 6.000,00 Euro.

Johannes M. machte sich Sorgen, wie er das Geld für die Reparatur aufbringen sollte. Die Vollkaskoversicherung hatte er vor einiger Zeit gekündigt.

Im Gespräch mit dem Vereinsvorsitzenden erwähnte dieser, dass für den Verein eine Kfz-Zusatzversicherung bestand.

Die ARAG Sportversicherung bestätigte den Versicherungsschutz, denn An- und Abfahrten zur Abholung von Sportgeräten, die zu der Veranstaltung unmittelbar benötigt werden, zählen zum Deckungsumfang der Versicherung. Die Tatsache, dass die Unfallfahrt am Vortag durchgeführt wurde, stand dem Versicherungsschutz nicht entgegen. Die Regelung gilt auch dann, wenn der Transport nicht direkt am Veranstaltungstag stattfindet.

Johannes M. musste lediglich den vertraglich vereinbarten Selbstbehalt von 300,00 Euro aufbringen.

Den Sachschaden an der Leitplanke regulierte seine Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung.

Sie haben Fragen zum Versicherungsschutz über den Sportversicherungsvertrag, hätten gerne Informationen über eine sportspezifische Zusatzversicherung oder möchten einen Schaden melden? Zögern Sie nicht, Ihr Versicherungsbüro beim LSB/LSV zu kontaktieren, entweder persönlich, per Telefon oder E-Mail

ARAG
 
 

Der vom Verein genutzte städtische Sportplatz liegt am Stadtrand in einer schwer einsehbaren Kurve und wurde erst im vergangenen Jahr aufwändig zu einem Kunstrasenplatz umgebaut.

Die Wiedereröffnung der Anlage war insbesondere von der Fußballabteilung sehnlichst erwartet worden.

An einem freundlichen Sonntagmittag im Juni war es dann endlich so weit. Die Sonne lachte vom Himmel, und das erste Heimspiel mit anschließender Eröffnungsfeier auf der „neuen“ Anlage stand an.

Das Spiel lief gut. Kurz vor Spielende stand es 2:1 für die Gastgeber. Ein Spieler der Gastmannschaft versuchte in einem verzweifelten Angriff auf das Tor, noch das Spiel zu drehen. Leider landete der Ball nicht – wie erhofft – im Tor, sondern flog in hohem Bogen über die Torauslinie und verschwand hinter den angrenzenden Sträuchern. Eine Sekunde später hörte man quietschende Reifen und das Geräusch eines über den Asphalt rutschenden Motorrades.

Ein anwesender Betreuer lief sofort zur Straße, um dem Verunfallten zu helfen. Er sah einen Motorradfahrer, der sich gerade aufrichtete, seinen Helm abnahm und versuchte, seine Maschine aufzuheben. Diese wies erhebliche Kratzer und Beschädigungen auf.

Der Ball war unvermittelt vor dem Motorradfahrer auf die Straße gerollt. Der Motorradfahrer versuchte zwar noch ein Ausweichmanöver; das aber gelang nicht und es kam zu dem Sturz.

Leider hatten die Vereinsverantwortlichen im Vorbereitungsstress der Eröffnungsfeier versäumt, den während der Umbaumaßnahmen abgebauten Ballfangzaun im Torausbereich wieder zu montieren.

Dies begründete eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht durch den Verein. Der Motorradfahrer nahm den Verein in Höhe seines Motorradschadens in Anspruch. Er selbst war – abgesehen von ein paar Schürfwunden – glücklicherweise unverletzt geblieben.

Der Verein ist über seine Mitgliedschaft im Landessportbund/Landessportverband bei der ARAG Sportversicherung unter anderem auch haftpflichtversichert.

Die ARAG Sportversicherung kam schnell und unbürokratisch für die Schadenersatzansprüche des Motorradfahrers auf.

Noch am Tag des Ereignisses wurde der Ballfangzaun wieder montiert und hält in Zukunft selbst härtesten Pressschlägen stand…

Ein norddeutscher Verein hatte auf seinem Gelände das traditionelle Osterfeuer abgebrannt.

Der Wind stand günstig. Das Feuer brannte gleichmäßig und ohne kritischen Funkenflug ab. Alle Besucher, Mitglieder und Gäste erlebten bei Getränken und Bratwürstchen einen geselligen Abend.

Vor Verlassen des Geländes hatte ein verantwortliches Vorstandsmitglied einen Wasserring ausgebracht, um den Übergriff der Restglut auf die Umgebung zu verhindern. Daran, das Gelände gegen Zutritt durch Unbefugte abzusichern, hatte niemand gedacht.

In der folgenden trainingsfreien Ferienzeit kamen Kinder aus der Nachbarschaft auf das Grundstück, um dort zu spielen. Das hatten sie in der Vergangenheit schon öfter getan. Bisher hatte es dabei auch keinerlei Probleme gegeben.

Die Feuerstelle reizte die Kinder. Mit Stöckchen stocherten Einige darin herum. Andere versuchten einen Weitsprung über die Fläche.

Dass auch Tage nach dem Feuer noch brandaktive Glutnester in der Asche sein können, hatten die Kinder nicht bedacht.

Bei den Spielen rund um die Feuerstelle wurde die Daunenjacke eines Jungen durch Funkenflug beschädigt. Ein weiteres Kind rutschte aus und erlitt Brandwunden an Armen und Beinen.

Zum Glück war zufällig gerade der Platzwart auf seinem routinemäßigen Kontrollgang zur Stelle. Er alarmierte sofort einen Rettungswagen und konnte so einen noch größeren Schaden verhindern.

Den Sachschaden sowie die Bergungs- und Heilbehandlungskosten erstattet die ARAG Sporthaftpflichtversicherung des Vereins.

Der Vorstand des Fußballvereins war nicht nur sehr rege, was den Spielbetrieb betraf, sondern auch sehr engagiert im Hinblick auf Vereinsfeiern sowie Sponsoren- und Spendengelder.

Sämtliche Zuwendungen, Gewinne und Erträge flossen auf das Vereinskonto. Zugriff darauf hatte allein der Kassierer Wilfried S.*

In Wilfrieds S. Leben lief es jedoch in letzter Zeit nicht ganz so „rund“ wie bei seinem Verein. Er hatte wenig Glück gehabt in der letzten Zeit, hatte auch ein bisschen über seine Verhältnisse gelebt und versucht, die Löcher in seiner privaten Kasse durch Spekulationsgeschäfte und Zocken im 40 Kilometer entfernten Spielkasino zu stopfen.

Die Verzweiflung trieb ihn schließlich dazu, in die Kasse des Vereins zu greifen. Er zahlte eingenommene Gelder nicht ein, hob hier und da zunächst kleinere, später auch größere Beträge ab. Immer hatte er die – zuletzt eher unrealistische – Absicht, dem Verein das „geliehene“ Geld so schnell wie möglich zurückzuzahlen. Dazu kam es natürlich nicht. Wilfried S. verlor den Überblick.

Lange Zeit fiel weder dem Vorstand, noch den Mitgliedern etwas auf, denn Wilfried S. genoss ein hohes Ansehen in Vereinskreisen. Der Zugriff auf das Konto war ihm nicht von ungefähr allein anvertraut worden. Das machte ihn mit der Zeit risikofreudiger. Die Beträge, die er abhob, wurden höher, die Zeiträume zwischen den Unterschlagungen kürzer.

Eines Tages kündigte der Verein überraschend eine Überprüfung der Kassenbücher an.

Dabei fiel der Schwindel auf. Der Kassenprüfer stellte einen Fehlbetrag von 12.500 Euro fest.

Wilfried S. versuchte zunächst noch, die Veruntreuungen abzustreiten. Als ihm dies nicht gelang, zog er sich immer mehr zurück, wurde schließlich krank und verlor letztendlich sogar seinen Arbeitsplatz. Bei ihm war erwartungsgemäß nichts zu holen. Der Verein musste sich in die Schar der Gläubiger einreihen.

Zum Glück fiel dem Ersten Vorsitzenden rechtzeitig ein, dass der Verein über seine Mitgliedschaft im Landessportverband unter anderem auch eine Vertrauensschadenversicherung für solche Fälle unterhielt.

So konnte eine finanzielle Schieflage des Vereins abgewendet werden. Die Meldung bei der ARAG erfolgte schnell. Nachdem der Verein prüfungsfähige Unterlagen vorgelegt hatte, aus denen der Straftatbestand und die Höhe der veruntreuten Gelder hervorgingen, beglich die ARAG die Schadenssumme im Gegenzug zur Abtretung des Anspruches des Vereins gegen den Kassierer.

Der Verein hat den Spaß am Vereinsleben nicht verloren, kontrolliert jedoch jetzt regelmäßig die Kassenbücher und überwacht die Kontobewegungen im Vier-Augen-System.

* Name von der Redaktion geändert

Bereits Anfang September hatte der örtliche Turnverein zum „Herbstfest“ eingeladen. Es sollte eine bayerisch inspirierte Feier mit Maßbier und typischen Oktoberfest-Schmankerln werden.

Wo gefeiert wurde, durfte Margot S. nicht fehlen. Sie hatte sich in ihr Dirndl geworfen, amüsierte sich und unterhielt die Anwesenden mit Gesang und Tanz.

Die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Zu fortgeschrittener Stunde und einige „Maß“ später kletterte Margot S. gemeinsam mit einigen jungen Mädchen auf den Tisch einer Bierzeltgarnitur und schunkelte ausgelassen. Dummerweise hielt ihr Gleichgewichtssinn nicht mit ihrem Bewegungsdrang mit und die Darbietung endete mit einem Sturz.

Dabei landete Margot S. auf einem anderen Festbesucher. Peter G., ein guter Bekannter, der gerade im Begriff war, seinen Maßkrug an die Lippen zu setzen, erlitt eine schwere Verletzung im Frontbereich seiner Zähne, einige Schnittverletzungen durch das zersplitternde Glas sowie eine komplizierte Fraktur des Unterarms.

Zum Glück war auch Peter G. Mitglied des Vereins und genoss dadurch Versicherungsschutz über die ARAG Sport-Unfallversicherung, die sich an den Aufwendungen für die Wiederherstellung der Zähne beteiligte und den verbleibenden Dauerschaden feststellen lassen wird, wenn die Heilbehandlung des Arms so weit abgeschlossen sein wird.

Margot S. selbst blieb bis auf ein paar blaue Flecken unverletzt. Sie war natürlich untröstlich, bat Peter G. um Verzeihung und unterstützte ihn bei allen Formalitäten im Zusammenhang mit dem Unfall.

Sie nahm sich vor, die waghalsige Akrobatik bei künftigen Feiern wohl eher den jungen Mädchen zu überlassen.

Autounfall

Oskar W. hatte ausgesprochen gute Laune, als er kurz nach 18.00 Uhr das Gelände seines Golfvereins verließ. Er hatte bei herrlichem Spätsommerwetter ein Nachwuchsturnier geleitet, und bis dahin war an diesem Tag alles wie am Schnürchen gelaufen.

Nun aber verdunkelte sich der Himmel zusehends. Ein heftiges Gewitter bahnte sich an. Oskar beeilte sich, um trockenen Fußes zu seinem Wagen zu gelangen, und schnell nach Hause zu kommen. Weit kam er jedoch nicht. Kräftiger Regen hatte eingesetzt, die Scheibenwischer seines Wagens konnten mit den Wassermassen kaum noch mithalten. Auf der Straße hatten sich bereits fließende Bäche gebildet.

In einer Wasserlache verlor Oskar W. plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es überschlug sich mehrmals und blieb schließlich im Straßengraben liegen.

Zum Glück fanden sich schnell einige Helfer ein, die Oskar W. aus dem Autowrack zogen. Er war zwar bei Bewusstsein, hatte sich aber ein Schädelhirntrauma sowie mehrere Frakturen am Kopf und an beiden Armen zugezogen. Der erstbehandelnde Arzt stellte fest, dass aller Voraussicht nach die Verletzungen nicht folgenlos verheilen würden. So meldete der Verein der ARAG Sportversicherung den Unfall.

Da Oskar W. zum Zeitpunkt des Unfalls im Auftrag seines Golfvereins unterwegs gewesen war, machte der Vorstand ihn darauf aufmerksam, dass der Verein eigens für diese Fälle eine Kfz-Zusatzversicherung für die Fahrzeuge abgeschlossen hatte, die im Vereinsinteresse eingesetzt werden. Der Totalschaden am Fahrzeug wurde schnell und unbürokratisch abgewickelt.

Wegen der erlittenen Unfallverletzungen wird ein von der Sportversicherung beauftragter Gutachter nach Abschluss der Heilbehandlung festzustellen haben, wie hoch die Dauerfolgen einzuschätzen sind. Aus der Sport-Unfallversicherung wird Oskar W. dann aller Voraussicht nach auch noch einmal mehrere Zehntausend Euro erhalten.

Eine Unfallversicherung besteht obligatorisch für die Vereinsmitglieder und Helfer. Mit der Kfz-Zusatzversicherung können Vereine ihre ehrenamtlich Tätigen zusätzlich absichern, wenn sie ihre Fahrzeuge für Vereinsfahrten zur Verfügung stellen. Mehr Informationen hierzu erteilt das Versicherungsbüro Ihres Landessportbundes/-verbands

ARAG-Konfetti4

Die Stimmung in den letzten Minuten des Bezirksliga-Spiels war auf dem Höhepunkt.

Mit 27 zu 25 Toren gewann die erste Herren-Handballmannschaft ihr Aufstiegsspiel. Spieler und Fans waren außer Rand und Band. Sie feierten den Sieg und den damit verbundenen Aufstieg gleich in der Halle. Flaschen wurden geöffnet, es herrschte große Freude und Euphorie.

 

Danach wurde die Party in der örtlichen Stammkneipe fortgesetzt.

Das große Erwachen folgte jedoch, als der Hausmeister versuchte, die Spuren der Siegesfeier vom Hallenboden zu entfernen. Die Mitglieder und Fans hatten viele kleine Konfetti-Böller, sogenannte „Party Popper“ in der Halle abgefeuert. Das allein wäre noch kein Problem gewesen, aber im Kontakt mit Flüssigkeit, die auf dem Hallenboden nach der Feier reichlich vorhanden war, verloren die Konfettischnipsel ihre Farbe und hinterließen deutliche Spuren auf dem Boden.

 

Der Reinigungsversuch des Hausmeisters misslang.

Auch die Profi-Gebäudereinigungsfirma scheiterte bei einem 800 Euro teuren Versuch, die Farbrückstände vom Hallenboden zu entfernen.

 

Die Prüfung durch einen Sachverständigen ergab, dass die Beseitigung des Schadens nur durch den Belaghersteller möglich sein würde – ein sehr teurer Spaß.

Bei der Auswahl des Bodens im Jahr zuvor hatte die Stadt großen Wert auf Langlebigkeit und hohe Qualität gelegt. Der Hersteller sagte zum damaligen Zeitpunkt eine Nutzungsdauer von 50 Jahren zu.

Bei der Nachbesserung konnten keine Kompromisse eingegangen werden, weil der Bodenbelag auch für die Landesliga geeignet sein musste und keine unterschiedlichen Gleit- und Reibwerte aufweisen durfte. Auch ein Farbunterschied konnte nicht toleriert werden.

So kam es zu Reparaturkosten von mehreren Zehntausend Euro, die die ARAG Sportversicherung für den versicherten Verein übernahm.

Wie in jedem Jahr vor den großen Ferien plante der TC Blau-Weiss 1976 sein Sommerturnier. Zum krönenden Abschluss sollte nach der Siegerehrung das große Sommerfest gefeiert werden.

Der große Tag war gekommen, die Helfer standen bereit, so auch Nils und Markus. Sie wollten später noch zusammen im Doppel antreten und hatten sich vorgenommen, einen besseren Platz als im Vorjahr zu belegen. Vorher hatten sie die Aufgabe, die fünf großen Sonnenschirme aus dem Lagerraum zu holen und in die stabilen Stützen zu stellen.

 

Während Markus den Sicherungsbolzen durch den Schirmfuß zog und ihn mit einem Splint sicherte, sagte er: „Wenn wir hier schnell fertig werden, könnten wir vor dem Turnier noch etwas trainieren und uns einschlagen.“ Insgeheim dachte er, dass ihnen das einen Vorteil gegenüber den Gegnern bringen würde, die von außerhalb kamen und für langes Training keine Zeit mehr hätten.

 

„Gute Idee“, gab Nils zurück, „dann müssen wir uns jetzt aber beeilen.“ Um Zeit zu sparen, schlug Nils vor, die restlichen vier Schirme jeweils alleine aufzustellen. Markus war damit einverstanden, und es gelang ihnen mit einiger Mühe, die Schirme in die Ständer zu bugsieren. Nils war schneller fertig als Markus, der gerade den letzten Sonnenschirm in die Halterung stellte. „Was bist du so langsam?“, neckte ihn Nils. “So wird das heute nichts mit dem Sieg.“

 

Diese Spitze wollte Markus nicht auf sich sitzen lassen. Er zog den Freund an der Schulter fort. „Dir werde ich mal zeigen, wer von uns langsam ist.“ Und schon hatten sie ihre Schläger geholt und schlugen sich auf dem Platz die Bälle um die Ohren.

 

Es wurde ein heißes Turnier und das nicht zuletzt wegen des Wetters. Es war völlig windstill, das Thermometer war auf 32 Grad Celsius gestiegen. Als die Zuschauer beim Tie-Break mitfieberten, frischte jedoch der Wind auf und nahm in kurzer Zeit an Stärke zu. Die ersten Pappbecher flogen durch die Luft, Servietten wehten von den Tischen, und die Spieler hatten auf den Plätzen mit der aufwirbelnden Asche zu kämpfen. Schließlich war der Wind zum Sturm geworden, so dass der Schiedsrichter das Turnier abbrach. Spieler wie Zuschauer strömten zum Club-Restaurant, um sich vor umherfliegenden Gegenständen in Sicherheit zu bringen.

Die Sonnenschirme waren längst eiligst geschlossen worden, und man ging davon aus, dass sie mit derart geringer Angriffsfläche in ihren schweren Bodenständern dem Sturm würden trotzen können.

 

Doch plötzlich wurde der Schirm, den Markus als letzten aufgebaut hatte, vom Sturm aus seinem Ständer gehoben und hoch durch die Luft gewirbelt. Abgelenkt von der Vorbereitung auf sein Turnierspiel hatte er versäumt, den Sonnenschirm mittels Bolzen und Splintsicherung fest mit der Halterung zu verbinden.

Das wurde Ulrike S. zum Verhängnis, die gerade mit eingezogenem Kopf, sich vor Staub und Wind schützend, zum Restaurant rannte, von dem Schirmkopf an der Schulter getroffen und verletzt wurde. Sie erlitt eine schwere Prellung und ein paar Hautabschürfungen, konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung aber wieder verlassen.

 

Der Schirm nahm nach der Kollision mit Ulrike S. weiter an Geschwindigkeit zu und beschädigte in der Folge mit der massiven Metallstange einige in der Nähe abgestellte Fahrzeuge, bis er sich zwischen zwei Bäumen so verkeilte, dass er keinen weiteren Schaden anrichten konnte. Zum Glück hatten sich alle weiteren Zuschauer und Akteure in Sicherheit bringen können. Nach einer halben Stunde und ein paar Aufräumarbeiten konnte das Turnier schließlich sogar noch beendet werden.

Die ARAG Sportversicherung regulierte den Personenschaden für die verletzte Ulrike S. auch gegenüber ihrer Krankenkasse. Außerdem waren Reparaturkosten für die Fahrzeuge in Höhe von insgesamt 9.000,- Euro angefallen.

 

Ohne Wasser und Salz kann der Mensch nicht existieren, aber für technische Geräte ist beides eher schädlich.

Das wurde am 1. April deutlich, an dem sich die A-Jugend des Handballvereins TuS Wackershausen wie an jedem Mittwochabend um 19 Uhr zum wöchentlichen Training traf. Und wie immer hatte der Trainer vor Beginn des Trainings die Wertsachen der jungen Sportler – Smartphones, Kameras und Uhren – eingesammelt und in einem Jutebeutel verstaut.

Das Training lief gut, die A-Mannschaft spielte gegen die B-Mannschaft und gewann standesgemäß mit sechs Toren Unterschied, nicht zuletzt weil sie mit dem 18-jährigen Timo S. * einen erstklassigen Goalgetter hatten. Das musste sich auch Hans P. * von der B-Mannschaft eingestehen, der gegen ihn in der Verteidigung aufgestellt worden war.

Als der Trainer Timo S. vor allen lobte und sagte, dass seine Tore „das Salz in der Suppe des Aufstiegs in die Verbandsliga“ werden würden, gefiel Hans P. das gar nicht. Unter einem Vorwand verließ er die Trainingshalle und ging zum Umkleideraum. An Timo S. Platz stand wie immer eine große Trinkflasche, die er nach Trainingsende erfahrungsgemäß in einem Zug leeren würde.

Hans P. hatte schon die ganze Zeit überlegt, wie er Timo S. in den April schicken könnte. Jetzt hatte er die zündende Idee: „Dir werde ich das Salz in der Suppe schon geben“, dachte er sich und griff in der Teeküche nach dem Salzpaket, das er bei einem Grillabend dort gesehen hatte. Eine gute Handvoll davon ließ er in die Trinkflasche rieseln, schüttelte sie noch einmal gut durch und stellte sie an ihren Platz zurück. Er ging dann wieder in die Halle und freute sich schon auf das Gesicht, das der Goalgetter nachher machen würde.

Nach dem Training gingen alle in den Umkleideraum. Der Trainer hielt eine kurze Ansprache zum nächsten Spiel, das für den Aufstieg sehr wichtig sein würde. Timo S. hörte ihm aufmerksam und sehr konzentriert zu und hielt die Trinkflasche bereits in der Hand. Er trank, als der Trainer geendet hatte und mit dem Wertsachenbeutel vor ihm stand.

Während der Trainer in dem Stoffbeutel nach Timos Handy kramte, beugte dieser den Kopf weit nach hinten und ließ das erfrischende Wasser geradezu in sich hineinlaufen. Plötzlich merkte er, dass etwas nicht in Ordnung war. Schlagartig ergriff ihn Übelkeit. Das Wasser musste und wollte wieder hinaus. Schneller als er in seiner Not reagieren konnte, beugte er sich nach vorn, würgte und hielt den Kopf dabei unglücklicherweise direkt über den Beutel mit den Wertgegenständen.

Wie gesagt, ohne Wasser und Salz kann der Mensch nicht existieren, aber für technische Geräte ist beides sehr schädlich. So war es auch hier und der Schaden beträchtlich.

Zum Glück kam auch hierfür die ARAG als Sport-Haftpflichtversicherer des Vereinsmitglieds Timo S. auf. Hätte er die Schäden selbst ersetzen müssen, hätten seine Ersparnisse dafür nicht ausgereicht.

Hans P. erzählte Timo später von seinem Streich. Dass dabei Dinge oder Menschen zu Schaden kommen, hatte er natürlich nicht gewollt und entschuldigte sich mit einem salzfreien Kaltgetränk bei seinem Sportkameraden.

*Namen von der Redaktion geändert

ARAG-Osterfeuer

Wie in jedem Jahr veranstaltete der SV aus Niedersachsen sein traditionelles Osterfeuer.

Die jugendlichen Mitglieder des Vereins im Alter von 17 bis 20 Jahren waren abgestellt, sich um die Organisation zu kümmern, was sie auch sehr gern übernahmen. Sie hatten sich um Getränke und Grillgut, um Holzkohle und Anzünder gekümmert, eigens einen Flyer gestaltet und die Grillhütte auf Vordermann gebracht. Auch das Holz war schon gestapelt.

In den vergangenen Jahren war es häufiger vorgekommen, dass sich die Jugendlichen aus dem Nachbarort versammelten, um den Helfern des SV einen Streich zu spielen. Sie hatten sich in der Nacht vor der Veranstaltung angeschlichen und den Holzstapel angezündet, damit er vorzeitig abbrannte und die jungen Leute kurzfristig neues Holz sammeln und aufschichten mussten.

Die Jungs vom SV hatten sich vorgenommen, dass das in diesem Jahr nicht passieren würde. Lennart und Nils, beide 18, wollten das Gelände bewachen, hatten sich extra am Mittag schon etwas ausgeruht, um in der Nacht auf ihren hoch aufragenden Holzstapel aufzupassen.

Als es in der Nacht kühl wurde, setzten sich die beiden jungen Männer ins Innere des Stapels. Es kam wie es kommen musste: beide nickten ein und erwachten erst durch ein lautes Knistern und den beißenden Geruch nach Rauch. Schnell sprangen sie auf und krochen unter den Holzschichten hindurch. Lennart war schon im Freien, er sah die Übeltäter noch wegrennen. Beim Durchkriechen hatte sich aber ein recht großer, senkrecht aufgestellter Stamm gelöst und der ganze Stapel begann, in sich zusammenzustürzen. Ein schwerer Balken traf Nils an Kopf, Schulter und Beinen. Bevor er mit dem Feuer in Kontakt kam, konnte Lennart den Freund zum Glück noch gerade rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich ziehen.

Lennart alarmierte einen Krankenwagen. Die Feuerwehrkräfte, die mit Pulverlöschern anrückten, leisteten sofort Erste Hilfe. Rettungs- und Notarztwagen trafen sehr schnell am Unfallort ein.

Nils hatte eine schwere Gehirnerschütterung erlitten, von der er sich aber bereits nach kurzer Zeit erholte. Bleibende Schäden wird er wohl wegen der Schulterverletzung und mehreren Beinbrüchen zurückbehalten.

Sofort nachdem der Sportverein Kenntnis von dem Unglück erhalten hatte, informierte er die ARAG Sportversicherung. Diese wickelte den Schadenfall direkt mit dem Verletzten ab. So wie es aussieht, wird Nils schon in absehbarer Zeit wieder Vereinssport treiben können.

In Regionen, in denen das Osterfeuer Brauch ist, wird in jedem Jahr ausdrücklich darauf hingewiesen, dass das Holz – nicht zuletzt wegen der Tiere, die darunter auch gern Unterschlupf suchen – erst kurz vor dem Abbrennen aufgestapelt werden darf.

Alkohol war bei dem Unfall nicht im Spiel, allerdings eine große Portion Leichtsinn auf beiden Seiten.

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Audi FIS Alpine Ski World Cup - Women's Downhill Training

Silke M. war eine passionierte Skisportlerin und Mitglied in ihrem heimatlichen Wintersportverein.

Einer der Jahreshöhepunkte im Veranstaltungsplan ihres Vereins war ein Trainingslager in einer schneesicheren Region im europäischen Ausland. Silke hatte schon mehrmals daran teilgenommen und freute sich auf die Neuauflage – vor allem aber auf den gut präparierten Skihang.

Schon am ersten Tag des Trainingslagers ging es auf die Piste. Als versierte Abfahrtsläuferin befuhr die Sportlerin die „blaue“ Strecke für Fortgeschrittene.

Leider nahm die Abfahrt nach kurzer Zeit ein jähes Ende. Ein Arbeitsfahrzeug des Betreibers der Anlage kreuzte die Piste. Silke konnte nicht mehr ausweichen und kollidierte mit der schweren Maschine.

Es kam zu einem Unfall, bei dem die Skiläuferin schwere Verletzungen davontrug.

Nach einem mehrwöchigen Krankenhausaufenthalt konnte Silke M. nach Deutschland transportiert werden. Der Unfall hat jedoch schwere körperliche Schäden bei ihr hinterlassen.

Aus der Sport-Unfallversicherung wurde die vertraglich vereinbarte Höchstleistung ausgezahlt. Dieses Geld ersetzt natürlich nicht die Gesundheit der Sportlerin, kann aber zusammen mit dem durch die ARAG zur Verfügung gestellten Reha-Management dazu beitragen, Silkes Umfeld ihrem Gesundheitszustand entsprechend zu gestalten.

Die ARAG Rechtsschutzversicherung übernahm außerdem die Anwaltskosten, die aufgewendet werden mussten, um die Ansprüche der Geschädigten beim Unfallbeteiligten durchzusetzen.

TRAMPOLINE-GREECE-WOMEN-OLYMPIC TEST EVENT

Schadenfall des Monats: Schwere Verletzung beim Schnuppertraining:

 

 

Schon seit Wochen hatte Sophie ihrer Mutter in den Ohren gelegen. Sie hatte eine Mitschülerin, die aktiv am Trampolinturnen teilnahm, und Sophie war sicher, dass das auch für sie der richtige Sport wäre. Sie wollte unbedingt einmal mit ihrer Freundin Tina zu einem Schnuppertraining gehen. Tina hatte sie eingeladen und gesagt, dass neue Mitglieder im Verein gern gesehen wären.

 

Nun war es endlich so weit. Nach ein paar erklärenden Worten der Übungsleiterin durfte Sophie auf das Trampolin. Zunächst durfte sie sich nur ganz vorsichtig bewegen. Nach ein paar Minuten wurden ihre Sprünge bereits gewagter, so dass die Übungsleiterin ihr schon bald zurief, dass es genug fürs erste Mal sei und sie runterkommen solle.

 

Noch aus der Bewegung sprang Sophie vom Trampolin herunter. Dabei hatte sie nicht mit der Wucht gerechnet, mit der sie aufkommen würde, weil die Matte auf dem Hallenboden natürlich nicht in dem Maße nachgab wie das Trampolin.

 

Sie knickte mit dem Fuß um und zog sich einen schweren und komplizierten Bruch des rechten Beins zu. Sofort wurde sie erstversorgt und mit dem Krankenwagen in die nächste Notaufnahme gebracht.

Die Eltern wandten sich mit der Frage nach dem Unfall-Versicherungsschutz an den Verein. Der erste Vorsitzende erinnerte sich, von der Sportversicherung ein Angebot für eine Nichtmitglieder-Versicherung erhalten zu haben, von dem er aber bisher keinen Gebrauch gemacht hatte.

 

Jetzt erkannte er die dringende Notwendigkeit eines solchen Versicherungsschutzes.

Für eine Leistung aus der Sport-Unfallversicherung bei der ARAG Sportversicherung war es im Fall Sophie zu spät. Für künftig „schnuppernde“ Kinder und auch die anderen aktiven Nichtmitglieder schloss der Verein die Nichtmitgliederversicherung ab.

 

Informationen zur Nichtmitglieder-Versicherung finden Sie unter www.arag-sport.de.

 
ARAG
 

Herbstzeit – die Zeit, in der die Freiluft- und Sport-Aktivitäten langsam wieder in die Sporthallen verlegt werden. Für die Fußball-C-Jugend des FC O. in Rheinland-Pfalz war für Ende Oktober das erste Konditionstraining in der städtischen Dreifeld-Turnhalle angesetzt.

Am Tag vor dem geplanten Trainingstermin hatte ein erster Herbststurm unzählige Blätter in die Einfahrt des Sportgeländes geweht. Diese und der nachmittags einsetzende Regen machten den Weg zum Halleneingang ziemlich rutschig.

 

Der 13-jährige Lennart war mit einer Gruppe von vier anderen Jungen unterwegs zum Training. Auf den letzten Metern zur Halle vertrieben sich die Jugendlichen die Zeit, indem sie mit einem Tennisball „Dribbeln“ übten. Als Lennart etwas zu schwungvoll hinter dem Ball herjagte, glitt er plötzlich auf den rutschigen Blättern aus. Er schrie laut auf. Schnell war klar, dass er sich ernster verletzt hatte – der Unterschenkel seines linken Beines stand unnatürlich ab.

 

Der herbeigerufene Notarzt stellte eine Sprunggelenksfraktur fest, die eine Operation mit anschließendem 14-tägigen Krankenhausaufenthalt notwendig machte. Lennarts Krankenkasse, die zunächst die Kosten übernommen hatte, stellte nun beim Vorstand des FC O. Regressansprüche. Vorgeworfen wurde den Vereinsverantwortlichen ein Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflichten, da der Weg nach den Ausführungen der Kasse nicht ordnungsgemäß vom Laub befreit worden war.

Doch wie war der Sachverhalt tatsächlich und rechtlich zu beurteilen?

 

Im Benutzungs- und Überlassungsvertrag zwischen der Stadt und dem FC O. hatte die Stadt als Eigentümerin des Grundstücks und der Sporthallen dem Verein pauschal die „Haftung für alle, im Zusammenhang mit dem Sportbetrieb entstehenden Personen- und Sachschäden“ übertragen. Allerdings, so ergaben die Recherchen des Sporthaftpflichtversicherers des Vereins, der ARAG, war der Hausmeister vor Ort städtischer Angestellter. Da im Nutzungsvertrag mit dem Verein keine konkrete Vereinbarung über die Räumpflicht auf der Zuwegung zum Sportgelände getroffen worden war, verblieb die Verkehrssicherungspflicht insoweit beim (städtischen) Eigentümer des Sportgeländes.

 

Grundsätzlich haftete damit der Eigentümer trotz des – allerdings nicht gültigen – Versuchs, die Haftung für alle denkbaren Fälle auf den Verein abzuwälzen. Vorliegend gab das Gericht im Prozess, den die Krankenkasse angestrengt hatte, an den Verletzten (vertreten durch seine Eltern) ein Mitverschulden von 50 Prozent weiter: Man argumentierte, auch ein 13-Jähriger müsse um die Rutschgefahr von nassem Herbstlaub wissen. Lennart hatte durch sein ungestümes Verhalten nicht unwesentlich zum Unfall beigetragen.

Im Ergebnis also konnte die Krankenkasse 50 Prozent der entstandenen Aufwendungen nicht vom FC O., sondern von der Stadt zurückfordern.

 

Die ARAG Sportversicherung hatte dem versicherten Verein FC O. sowohl vorgerichtlich als auch gerichtlich (durch Übernahme der Rechtsanwaltskosten) zur Seite gestanden.

Der Vorstand des Vereins war letztlich erleichtert, den Vorgang unbeschadet und ohne negative finanzielle Folgen abschließen zu können.

 

Lennart spielte übrigens wenige Monate später wieder Fußball – allerdings auf dem Hallenboden, der deutlich rutschfester war, als das nasse Laub.

Bogenschießen

Sonnenschein und Freizeit! „Wie schön“, dachte Hans-Werner, „ein perfekter Tag, um zum Schießplatz zu gehen.“ Seit 14 Jahren betrieb er Bogenschießen als Hobby und war inzwischen erster Vorsitzender des Vereins. Heute war er als Übungsleiter eingeteilt.

Am Tag zuvor hatten Hans-Werner und ein paar Mannschaftskameraden einen Informationsstand auf dem Stadtfest betreut, an dem der Öffentlichkeit der Bogensport vorgestellt worden war.

Einige Jugendliche hatten sich sehr interessiert gezeigt und sich für den Tag danach angemeldet, um die Vereinsanlage einmal anzusehen.

Als Hans-Werner den Platz erreichte, waren neben einigen Vereinsmitgliedern auch die vier jungen Leute zwischen 16 und 18 Jahren da und schauten sich bereits die Bögen an.

Hans-Werner erklärte den Jugendlichen die wichtigsten Sicherheitsregeln und ließ sie in einer Reihe nebeneinander Aufstellung nehmen. Der Ablauf eines Schusses war schnell erklärt. Die jungen Leute lernten schnell. Sie stellten nach kurzer Anleitung ihre Visiere selbst ein, wurden in ihrer Haltung korrigiert und trafen bereits mit den ersten Schüssen die Papierauflagen der Scheiben. Eine Weile waren alle begeistert bei der Sache.

Zum Zurückholen der Pfeile wird grundsätzlich immer gewartet, bis alle Schützen fertig sind. Man geht gemeinsam nach vorne, sammelt daneben gegangene Pfeile ein und zieht die anderen aus den Scheiben.

Eines der älteren Mitglieder, Lothar S., war behilflich, Pfeile aus dem Gelände zu holen, die die Scheibe verfehlt hatten. Dazu musste er eine Böschung hinaufklettern, was ihn für die anderen außer Sichtweite brachte.

Keiner hatte so richtig registriert, dass Lothar nicht dabei war, als alle zu ihren Positionen zurückgingen.

Man stellte sich für die nächste Runde auf und schoss die ersten Pfeile ab, als Lothar im selben Moment laut rufend und wild gestikulierend neben der äußersten Scheibe erschien. Doch es war zu spät, Lothar wurde durch einen verschossenen Pfeil in die linke Schulter getroffen und ging zu Boden. Sofort wurde ein Krankenwagen gerufen und der Verletzte versorgt.

Zu diesem Unfall konnte es nur kommen, weil eine der wichtigsten Sicherheitsregeln verletzt worden war. Beim Bogenschießen muss eine Person die Aufsicht haben. Sie hat darauf zu achten, dass die Schützen sich erst dann für die nächste Runde aufstellen, wenn sich alle Schützen wieder vollzählig an der Abschusslinie befinden.

Die Aufsichtsperson war in diesem Fall Hans-Werner. Er war zu Tode erschrocken, dass ihm „alten Hasen“ so etwas passiert war. Gut, dass die Sport-Haftpflichtversicherung des Vereins hinter ihm stand. Sie regulierte den Personenschaden von Lothar S., der Schmerzensgeld und Aufwendungsersatz in vierstelliger Höhe beanspruchen konnte.

Auch seine Krankenkasse kam auf die ARAG zu und verlangte Ersatz für die Behandlungskosten. Zum Glück sind die Verletzungen inzwischen folgenlos verheilt. Lothar ist dem Sport treu geblieben und der Verein hat vier neue, engagierte und sehr umsichtige Mitglieder gewonnen.

 

Der Schadenfall des Monats kommt dieses Mal aus dem Bereich der Vermögensschadenversicherung.

Der VfL hatte zu Beginn des Jahres für seine Trainer die Durchführung von verschiedenen Lehrgängen geplant. Unter anderem wurden dafür in einem Sportpark Sportstätten und Schulungsräume, sowie verschiedene Nebenleistungen wie z.B. Verpflegung und Unterkunft gebucht.

 

Im Juni stellte sich dann heraus, dass die Lehrgänge nicht wie geplant stattfinden können. Zu diesem Zeitpunkt wäre die kostenfreie Stornierung der Leistungen noch möglich gewesen.

Die zuständige Mitarbeiterin des Sportvereins stellte den Termin zur Überprüfung der Stornierung versehentlich für das Folgejahr in den Kalender ein. Somit versäumte es der Verein, die Veranstaltung abzusagen und die gebuchten Leistungen rechtzeitig zu stornieren.

 

Der Sportpark machte das Nutzungsentgelt abzüglich einer Pauschale für ersparte Aufwendungen gegen den VfL Lehensberge geltend.

Die Rechnung über rund 3.500,- Euro wurde im Rahmen der im Sportversicherungsvertrag enthaltenen Vermögensschadenversicherung übernommen.

ARAG
 
Hüpfburg

Der MTV hatte zum Sommerfest eingeladen und sich zur Unterhaltung der kleinen Gäste auch in diesem Jahr eine stattliche aufblasbare Hüpfburg bei einer Eventmanagement-Firma ausgeliehen.

Am Veranstaltungstag war schon morgens abzusehen, dass das Wetter den Aufbau auf dem vereinseigenen Außengelände nicht gestatten würde. Es regnete in Strömen. Zum Glück war die Installation der Hüpfburg auch in der Halle möglich. Eine Verankerung im Boden wäre nur draußen erforderlich gewesen. So stand die Burg fest auf dem Hallenboden. Ein erfahrenes Helferteam übernahm – wie bereits in den Jahren zuvor – den Aufbau. Die Anleitung und die Sicherheitsbestimmungen wurden peinlich genau befolgt.

Bald schon stand die 500 Kilogramm schwere, sieben Meter hohe Hüpfburg aufgeblasen in voller Pracht und lud zum Hüpfen und Spielen ein. Im hinteren Teil der Burg gab es sogar einen innen liegenden Aufstieg mit einer Rutsche.

An der Rückseite sorgten zwei mittels einer Kabeltrommel ans Stromnetz angeschlossene Luftgebläse mit den entsprechenden Zuleitungen für die Aufrechterhaltung des Überdrucks im Inneren der Hüpfburg. Der Stromanschluss war für jedermann zugänglich und leicht erreichbar.

In diesem Zusammenhang muss es dann auch passiert sein: Gäste berichteten später, dass sie während der Veranstaltung immer wieder gesehen hätten, dass Kinder sich hinter dem Spielgerät versteckt haben. Vereinzelt wurde sogar beobachtet, dass Jugendliche sich an der Kabeltrommel zu schaffen machten.

Es befanden sich circa 25 Kinder gleichzeitig auf der Hüpfburg, als der kleine Alexander plötzlich ausrutschte, alle Kinder auf seine Seite fielen und ihn unter sich begruben. Die ganze Burg hatte sich zunächst langsam zur Seite geneigt und war dann vollständig umgekippt. Einige Kinder wurden schwerer verletzt. Einem wurde die Schulter ausgerenkt und ein Arm gebrochen, ein anderes Kind erlitt eine Gehirnerschütterung. Die meisten kamen mit Blutergüssen und Schürfwunden davon.

Jörg S., der zu der Zeit als Aufsichtsperson eingesetzt war, hatte gerade in diesem Moment den Raum kurz verlassen und kam wieder hereingerannt. Er organisierte die Bergung der Kinder und rief Rettungskräfte zur Hilfe. Ein Blick auf die Installation hinter der Burg zeigte, dass beide Netzstecker der Gebläsekabel aus der Kabeltrommel gezogen worden waren. Die Kabelenden lagen lose auf dem Boden.

Geistesgegenwärtig steckte Jörg die Kabel wieder in die Trommel, die Hüpfburg richtete sich auf und man konnte sehen, dass sich glücklicherweise keines der Kinder in den Falten oder unter dem  Spielgerät befand.

Derjenige, der eine Gefahrenlage schafft, ist grundsätzlich verpflichtet, die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern. Dabei kann zwar nicht jeder abstrakten Gefahr vorbeugend begegnet werden, der veranstaltende Verein hat aber dadurch, dass er den Zugang zur Stromzufuhr nicht abgesperrt hatte, seine Verkehrssicherungspflicht verletzt und musste für die erhobenen Schadenersatzansprüche aufkommen.

Es ist mit Blick auf sämtliche potenziellen Nutzer einer derartigen Hüpfburg sicherzustellen, dass die Luftfüllung unabhängig von der Zahl der spielenden Kinder und ihrem konkreten Verhalten auf dem Spielgerät ausreicht, um beim Hüpfen, aber auch beim Betreten und Verlassen der Hüpfburg durch Erwachsene nicht Gefahr zu laufen, mit der übermäßig nachgebenden oder gar völlig schlaffen Hülle auf dem Boden unter dem Spielgerät aufzuschlagen.

Ein Ausfall oder eine Minderleistung des Gebläses, aber auch eine zum allmählichen Luftaustritt führende Beschädigung der Außenhülle kann dazu führen, dass die Hüpfburg und das meist davor liegende Luftkissen in kurzer Zeit nicht mehr hinreichend trittfest sind und damit eine Gefahr für die Benutzer darstellen.

Die hinter dem Verein stehende Sport-Haftpflichtversicherung der ARAG führte die Korrespondenz mit den Anspruchstellern und den teilweise eingeschalteten Anwälten. Sie regulierte die Forderungen und auch die auf die Krankenkassen übergegangenen Ansprüche schnell und unbürokratisch.

Dem Verein war es eine Lehre, er würde ab jetzt für eine ordentliche Absperrung der Installation sorgen. Auch Jörg S. war vorher nicht klar gewesen, wie schnell etwas passieren kann. Er würde die Kinder bei künftigen Einsätzen als Aufsichtsperson keine Minute mehr aus den Augen lassen.

Schadenfall des Monats Mai: Tennisspieler stürzt über Düsensprengkopf

 

Die letzte Meisterschaftspartie der Tennissaison ging in die entscheidende Phase. Um jeden Punkt wurde hart gekämpft, denn schließlich stand der Klassenerhalt auf dem Spiel. Vollen Einsatz zeigte auch Kai O., als er einen Lob seines Kontrahenten noch erreichen wollte. Beim Versuch, den Ball hinter der Grundlinie zu spielen, stolperte der Tennisspieler aber über eine Sprengkopfdüse der Beregnungsanlage, die vier Zentimeter aus dem Boden herausragte. Kai O. kam zu Fall und zog sich eine Sprunggelenksfraktur am rechten Bein zu. In der Folge war er sieben Wochen erwerbsunfähig.

Kai O. nahm den gastgebenden Verein wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht auf Schmerzensgeld und Verdienstausfall in Anspruch.

Bei Prüfung des Schadens im Rahmen der über den Landessportbund/-verband bestehenden Vereinshaftpflichtversicherung stellte sich folgender Sachverhalt heraus:

Der Verein hatte wenige Jahre zuvor eine aufwändige neue Anlage zur Beregnung der Plätze einbauen lassen. Diese stationäre Anlage ermöglichte die gleichmäßige Bewässerung durch vier eingebaute Sprengkopfdüsen auf jedem Platz. Um eine höchstmögliche Sicherheit für die Spieler zu gewährleisten, waren die Düsen nicht nur in ausreichendem Sicherheitsabstand hinter der Grundlinie angebracht, sondern mittels eines kleinen Motors auch in den Boden versenkbar.

Während der Spiele waren diese Sprengköpfe also gar nicht sichtbar; der Platzwart betätigte bei Bedarf nach Beendigung des Spielbetriebs einen Schalter, woraufhin die Düsen ausfuhren und mit der Bewässerung des Platzes begannen.

Im vorliegenden Fall war während des Meisterschaftsspiels von Kai O. durch einen Kurzschluss im Clubhaus unglücklicherweise die Sicherung, die auch die Betätigung der Elektromotoren der Sprengdüsen regelte, herausgesprungen, wodurch die Düsen während des Meisterschaftsspiels herausfuhren.

Da Kai O. die Sprengkopfdüsen vor dem Spiel nicht wahrnehmen konnte, weil sie nicht ausgefahren waren, hatte er keine Gelegenheit gehabt, sich auf dieses Hindernis in der Auslaufzone hinter der Grundlinie einzustellen, was schließlich den Sturz zur Folge hatte.

Da der gastgebende Verein für die Funktionsfähigkeit der elektrischen Anlage und die Verkehrssicherheit auf dem Platz verantwortlich war, regulierte die ARAG den Schmerzensgeld- und Verdienstausfallanspruch des Geschädigten in vollem Umfang. Hinzu kam außerdem der Ersatz der von der Krankenkasse des Spielers aufgebrachten Heilbehandlungskosten.

Schaden des Monats März: Unsportliches Verhalten schadet allen Beteiligten:

An einem sonnigen Sonntagmorgen im Januar war Roland G. auf dem Weg zum Boßel-Wettkampf. Roland ist leidenschaftlicher Boßler und seit seiner frühen Jugend bereits im Verein engagiert.

Schnell noch Geld holen bei der Bank am Automaten und … so ein Mist: beim Wegfahren übersieht er den Poller rechts neben seinem Auto und fährt leicht dagegen. Er hörte ein hässliches, knirschendes Geräusch. Das dürfte den schönen Metallic-Lack seines fast noch neuen Wagens sichtbar beschädigt haben. Um keine Zeit zu verlieren, sah sich Roland den Schaden erst an, als er am Ziel angekommen war.

Am Abend auf der Rückfahrt dachte er darüber nach, wie er die Instandsetzung des Autos am besten bewerkstelligen könnte. Ihm war klar, dass das eine aufwändige Angelegenheit werden würde, weil die Beschädigung genau am Übergang zur Tür lag.

In der darauffolgenden Woche erhielt das Büro der Sportversicherung eine Schadensmeldung des Klootschießer- und Boßelvereins. In dieser war beschrieben, dass beim Boßeln eine Kugel nach dem Abwurf sehr unglücklich versprungen sei und die Tür eines ordnungsgemäß am Straßenrand abgestellten Fahrzeugs eines Vereinskameraden nicht unerheblich beschädigt hatte. Roland nahm den Boßelverein wegen der Beschädigung seines Fahrzeugs durch eine Boßelkugel auf Schadenersatz in Anspruch.

Der Sachbearbeiter der Versicherungsgesellschaft ließ sich von dem geschädigten Autobesitzer den Unfallhergang schildern und bat um Fotos der örtlichen Gegebenheiten, des Fahrzeugs und der Beschädigung im Detail. Bei Durchsicht der digitalen Bilder fiel ihm auf, dass die Beschreibung des Schadenhergangs nicht wirklich zu der auf den Bildern zu erkennenden Beschädigung passen wollte. Auf den Fotos war eine längliche, scharfe Einkerbung zu erkennen, die schräg ansteigend verlief. Die Kerbe war ca. 20 cm lang.

Um sich Klarheit zu verschaffen, beauftragte der Sachbearbeiter einen Sachverständigen mit der Besichtigung des Fahrzeugs. Diese ergab, dass das Schadensbild eindeutig nicht mit dem Abdruck einer an das stehende Fahrzeug prallenden Boßelkugel zu vereinbaren war. So stand es dann auch später im Gutachten: „Der Schaden ist weder plausibel noch kompatibel“.
Die Sportversicherung verweigerte daraufhin die Leistung aus dem Sportversicherungsvertrag.

Erst jetzt erhielt der erste Vorsitzende des Vereins Kenntnis von dieser Schadensmeldung, die ein anderes Vorstandsmitglied gemeinsam mit dem Geschädigten ausgefüllt und abgeschickt hatte. Er war sehr ungehalten über dieses unsportliche Verhalten; das sei schließlich Versicherungsbetrug, der die Vereine, die ehrenamtlich tätigen Mitglieder und den ganzen Boßelsport in schlechtem Licht da stehen lasse. Die Beteiligten sollten froh sein, wenn daraus keine strafrechtlichen Konsequenzen erwachsen würden.

Auch wenn es verständlich ist, dass Vereinskameraden einander helfen möchten und dass ihnen in manchen Fällen der Vereinskamerad näher steht als der Versicherer, so bleibt zu bedenken, dass es letzten Endes die Versichertengemeinschaft aller Sportler ist, die darunter leiden muss, wenn die Vereinsbeiträge sich aufgrund steigender Risiken erhöhen.

Auch die Sportversicherung handelt fair: Wem bedingungsgemäß eine Leistung zusteht, dem soll sie nicht verweigert werden, wer sie sich zu Unrecht „erschleicht“, soll - ebenso wie in allen anderen Lebensbereichen - nicht dafür belohnt werden.

 

Ein Dienstagabend im Dezember, es ist 19.50 Uhr. Daniela schaut immer wieder auf die Uhr. Sie war spät dran, im Büro so lange aufgehalten worden, dass sie kaum noch Zeit hatte, sich zu Hause zum Training umzuziehen und die Vereinskameradinnen abzuholen.

Daniela bildete mit drei weiteren Sportlerinnen aus ihrem Handballverein eine Fahrgemeinschaft, um dienstags in den 15 Kilometer entfernt gelegenen Nachbarort zum Training zu fahren.

Vor zwei Monaten hatte sie ihre Führerscheinprüfung bestanden und war nun zum ersten Mal als Fahrerin eingeteilt. Den Schlüssel zum Pkw ihres Vaters hatte sie schon in der Hand, griff sich die Sporttasche und rannte los.

 

Sie hatte Anna und Julia bereits abgeholt, die dritte Mitfahrerin hatte kurzfristig abgesagt.

Die jungen Frauen waren aufgeregt, schnatterten wild durcheinander und trieben Daniela zwischendurch immer wieder zur Eile an: „Überhol die lahme Ente doch endlich, sonst schaffen wir das nie…“ Daniela ließ sich verleiten und überholte mit stark überhöhter Geschwindigkeit. Auf der wenig befahrenen Straße war es bereits stockdunkel. Sie war oft mitgefahren, dennoch hatte sie die scharfe S-Kurve nicht genau an der Stelle in Erinnerung, an der sie nun einscheren wollte. Mit der Situation überfordert, riss sie das Lenkrad herum, verlor die Herrschaft über das Fahrzeug und prallte seitlich gegen einen Baum.

Die Mitfahrerinnen auf der Rückbank kamen mit leichten Verletzungen davon. Daniela hatte es dagegen schwer getroffen. Mit zahlreichen Verletzungen, unter anderem einem schweren Schädel-Hirn-Trauma wurde sie in das nächste Krankenhaus geflogen. Auf der Intensivstation im künstlichen Koma liegend, wird Daniela seitdem behandelt.

 

Lebensgefährlich ist die Lage nicht mehr, aber im Augenblick ist nicht abzusehen, wie groß die Dauerschäden sind, die die junge Frau davontragen wird.

Der Handballverein hatte zum großen Glück der Mitglieder und Helfer eine Kfz-Zusatzversicherung bei der ARAG Sportversicherung abgeschlossen, die für den materiellen Schaden am Fahrzeug des Vaters der Spielerin aufkam.

 

Um die  körperlichen Schäden bei Daniela kümmert sich zur Zeit der eingeschaltete Reha-Dienst, der über die Sport-Unfallversicherung eingeschaltet werden konnte. Von ihm werden die Maßnahmen koordiniert, die Daniela beim späteren Weg zurück ins tägliche Leben helfen können. Die ARAG übernimmt die Kosten für die Beratung und Vermittlung durch den Reha-Dienst. Es werden nur solche Maßnahmen empfohlen, für die Kostenträger wie z.B. eine Krankenkasse oder die Berufsgenossenschaften zur Verfügung stehen.

 

Nach heutigem Stand wird Daniela schwere körperliche Schäden zurückbehalten, die voraussichtlich eine Invaliditätsleistung in sechsstelliger Höhe rechtfertigen werden. Es ist zwar nur Geld, aber es kann als Unterstützung für den Start in ein völlig verändertes Leben überaus nutzvoll sein. Vielleicht lässt sich damit auch die ein oder andere weitergehende Maßnahme finanzieren.

Wir wünschen Daniela alles Gute für den weiteren Heilungsverlauf.

 *Namen von der Redaktion geändert

Quelle: www.arag-sport.de

 

ARAG Sport-Rechtsschutzversicherung unterstützt den Radfahrer bei der Geltendmachung seiner Schadenersatzansprüche

Alfred P. ist ein erfolgreicher Triathlon-Wettkampfsportler, der bereits seit mehreren Jahren an nationalen und internationalen Wettkämpfen teilnimmt.

Kürzlich befuhr er im Rahmen einer Trainingseinheit mit seinem Rennrad eine stark befahrene Landstraße am Stadtrand.

 

Am rechten Straßenrand hielt ein Fahrzeug. Der Halter stand an der geöffneten Heckklappe seines Wagens. In dem Moment, als Alfred P. auf seinem Triathlon-Rad an dem geparkten Wagen vorbeifuhr, „schoss“ der Schäferhund des Fahrzeughalters, der für Alfred hinter dem Fahrzeug nicht sichtbar gewesen war, auf die Straße und rannte in das Rennrad – direkt zwischen Tretlager und vorderem Laufrad.

 

Aufgrund der Wucht dieses Aufpralls stürzte der Radsportler über den Lenker seines Rennrades und verletzte sich schwer.

 

Der Hundehalter wurde von Alfreds Rechtsanwalt, dem die ARAG Sportversicherung im Rahmen des bestehenden Rechtschutzvertrages Kostenzusage erteilt hatten, vergeblich außergerichtlich zum Schadenersatz aufgefordert.

Im Rahmen des sich dann anschließenden Klageverfahrens wurde der Hundehalter zu Schadenersatz und Schmerzensgeld verurteilt.

 

Die ARAG Sportversicherung beinhaltet auch eine Deckung für Rechtsschutzschäden. Die aufgrund des vom Gericht angeregten Vergleichs für Alfred entstandenen anteiligen Anwalts- und Gerichtskosten wurden von der ARAG Sportversicherung in vollem Umfang übernommen.

Der Hundehalter wurde von Alfreds Rechtsanwalt, dem die ARAG Sportversicherung im Rahmen des bestehenden Rechtschutzvertrages Kostenzusage erteilt hatten, vergeblich außergerichtlich zum Schadenersatz aufgefordert.

 

Im Rahmen des sich dann anschließenden zivilrechtlichen Verfahrens regte das Gericht einen Vergleich an. Die für Alfred entstandenen anteiligen Anwalts- und Gerichtskosten wurden von der ARAG Sportversicherung in vollem Umfang übernommen.

 *Namen von der Redaktion geändert

 

Die Sportanlage des TC Grün-Weiß liegt in einer idyllischen, ländlichen Umgebung. Durch viele kleine Wege und die in mehr als 50 Jahren gewachsene Vegetation hat man den Eindruck, sich in einer großen gepflegten Parkanlage zu befinden.

Vermutlich hätte bis heute niemand an der sogenannten ‘Hanglage’ des Grundstückes Anstoß genommen, wenn es in diesem Jahr nicht zu ungewöhnlich starken Regenfällen gekommen wäre. Der erste Vorsitzende des Vereins, Harald B., fiel aus allen Wolken, als ihm ein Brief des Nachbarn zugestellt wurde, in dem dieser Ansprüche wegen Schäden an seinem Grundstück und Gebäude gegen den Tennisclub geltend machte.

Der Niederschlag hatte – begünstigt durch bauartbedingte Umstände – keine Möglichkeit gehabt, ungehindert abzufließen und die wenige Meter tiefer befindlichen Anlagen und Gebäude des Nachbarn komplett unter Wasser gesetzt.

Die ARAG Sportversicherung wurde eingeschaltet und gewährte Versicherungsschutz über die Sport-Haftpflichtversicherung für die Befriedigung berechtigter wie auch die Abwehr unberechtigter Schadenersatzansprüche.

In einem zeitraubenden, komplizierten und vor allem kostenintensiven Gutachterverfahren wurden die vermeintliche Schadenursache und der daraus resultierende Schaden ermittelt. Es wurde festgestellt, dass der TC Grün-Weiß beim Bau des Sportplatzes wesentliche Vorschriften der landesrechtlichen Bauordnung außer Acht gelassen.

Die Instandsetzungskosten am Nachbargebäude beliefen sich auf weit über 30.000,- Euro. Seitens des Sachverständigen konnte allerdings auch nachgewiesen werden, dass der Nachbar seinerseits ebenfalls nicht genügend Vorkehrungen gegen Regen etc. getroffen hatte.

Die ARAG konnte einen in den meisten ähnlich gelagerten Fällen sehr langwierigen und kostenintensiven Rechtsstreit vermeiden und eine vergleichsweise Übereinkunft zwischen den streitenden Parteien erzielen. So wurde der Nachbarschaftsfrieden recht schnell wieder hergestellt, beide Parteien konnten die Lösung des Problems für die Zukunft konstruktiv und unbelastet angehen.

Die Kosten für das Sachverständigenbüro wie auch die Zahlung der Vergleichssumme wurden für den Tennisclub von der ARAG Sportversicherung übernommen.

Das Beispiel belegt, wie wichtig es sein kann, sich als Eigentümer und/oder Nutzer auch Gedanken über evtl. bauartbedingte Mängel an Grundstücken zu machen. Es versteht sich von selbst, dass der Laie damit oftmals überfordert ist. Hier kann der Rat eins Fachmannes – zum Beispiel eines Architekten – eine sinnvolle Hilfe sein.

* Namen von der Redaktion geändert

 

Der Kader der U-14-Junioren des VfL Unitas konnte das Ende der Busfahrt kaum erwarten. Das Team war bei einem befreundeten Verein zum Turnier eingeladen.

Am späten Nachmittag war es endlich soweit: Die Jugendlichen und ihre Betreuer bezogen ihre Quartiere im Vereinsheim. Um 19 Uhr waren sie zum gemeinsamen Essen verabredet. Bis dahin blieb noch ein wenig Zeit und der 13-jährige Adrian beschloss, sich nach der langen Fahrt vor dem Essen mit einer Dusche zu erfrischen.

Nach einem guten Abendessen und anschließendem geselligen Beisammensein verabschiedete er sich gegen 23 Uhr, um am nächsten Morgen für das Spiel ausgeschlafen und fit zu sein.

Schon beim Aufwachen spürte er jedoch, dass irgendwas nicht stimmte. Er fror, fühlte sich schlapp und bemerkte eine leichte Übelkeit.

Während des Spiels verschlimmerten sich die Symptome, so dass er noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden musste. Ihn plagten Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit, Erbrechen, Gliederschmerzen und Husten.

Als es Adrian am nächsten Tag noch immer nicht besser ging, wurde ein Arzt hinzugezogen, der bei Adrian eine schwere Legionellen-Infektion feststellte.

Man informierte das Gesundheitsamt, das daraufhin die Duschen des Vereinsheims überprüfte und in einem Duschbereich eine erhöhte Anzahl von Legionellen-Bakterien feststellte. In diesem Duschbereich waren die Zirkulationspumpen seit kurzem defekt. Das Problem war zwar bekannt, der Verein hatte es aber versäumt, die Duschen abzustellen und zu sperren.

Warmwasserleitungen sind die perfekte Brutstätte für Legionellen. Wenn Wasser in der Leitung steht, verdirbt es. Über die Wasserdämpfe gelangen die Legionellen dann in die Luft und können so vom menschlichen Organismus aufgenommen werden.

Der Arzt überwies Adrian ins nächste Krankenhaus, in dem der junge Sportler zwei Wochen verbringen musste. Der gastgebende Verein war Mitglied im LSB/LSV, so dass der Schaden über die ARAG Sportversicherung abgewickelt wurde, die die Ansprüche von Adrian regelte.

Die Krankenkasse, die zunächst sämtliche Behandlungskosten vorgestreckt hatte, nahm bei dem Verein Regress, weil dieser sich durch die mangelnde Instandhaltung seiner Duschanlage haftpflichtig gemacht hatte. Zusammen mit dem Schmerzensgeld belief sich die gesamte Versicherungsleistung auf knapp 9.000,- Euro.

Ein Glück für die Gäste und natürlich auch für den Verein, dass sich nicht weitere Sportler in den Duschräumen mit Legionellen infiziert hatten.

 

Seit fast zehn Jahren gab es bereits die Herzsportgruppe als Angebot im Sportverein des TuS O. Patienten mit Herzerkrankungen sollen durch das Programm dieser Gruppe wieder langsam an den Sport herangeführt werden, hieß es bei der Gründungsversammlung.

Aufgebaut wurde die Gruppe unter anderem von der Übungsleiterin Angelika K., die für diese Trainertätigkeit eine spezielle Ausbildung in Koronargymnastik absolviert hatte und sich im Anschluss durch Seminare fortbildete.

 

Das Angebot, einmal wöchentlich in der vereinseigenen Sporthalle unter fachlicher Anleitung Sport zu treiben, sei für die Herzpatienten eine Art ergänzende Reha-Maßnahme und werde von Krankenkassen bezuschusst, hieß es weiter.

 

Ein Defibrillator (ein Gerät, das durch gezielte Stromstöße unter anderem das gefährliche „Kammerflimmern“ beenden kann) war, wie es in jeder Herzsportgruppe Pflicht ist, vorhanden. Er wurde in einem abgeschlossenen Schrank im Geräteraum der Halle aufbewahrt.

Im Sommer 2013 kam es zu einem gefährlichen Zwischenfall: Angelika K. hatte ihre Urlaubsvertretung, ebenfalls ausgebildete Koronarsport-Übungsleiterin, eingewiesen, jedoch vergessen, den Schlüssel für den Defibrillator-Schrank weiterzugeben.

 

Tatsächlich brach am Trainingsabend einer der Teilnehmer, 82 Jahre alt, nach einigen Minuten zusammen und musste wiederbelebt werden. Der anwesende Arzt rief unverzüglich einen Rettungswagen. Inzwischen bemerkte der Ersthelfer, dass der Defibrillator wegen des fehlenden Schlüssels nicht zugänglich war, was die Erste-Hilfe-Maßnahmen bis zum Eintreffen der Rettungskräfte erschwerte.

 

Glücklicherweise war der Notarztwagen nach wenigen Minuten vor Ort und die Situation konnte schnell entschärft werden. Der Herzsportler kam wieder zu Bewusstsein und konnte bereits nach ein paar Tagen in die Betreuung seines Hausarztes entlassen werden.

Der Verein als Veranstalter musste für das Versäumnis seiner Übungsleiterin geradestehen. Durch den Einsatz des anwesenden Arztes und das schnelle Eintreffen des Notarztwagens war der Vorfall trotz des fehlenden Schlüssels nicht eskaliert. Die Sache hätte jedoch auch weitaus schlimmer ausgehen können!

Die ARAG Sport-Haftpflicht-Versicherung gewährte dem Verein Versicherungsschutz für den Vorgang und stellte ihn von allen Forderungen frei. So nahm der unglückliche Abend für alle Beteiligten noch ein glimpfliches Ende.

*Namen von der Redaktion geändert

 

Im Rahmen der Sport-Haftpflichtversicherung ist die gesetzliche Haftpflicht aus Besitz und Verwendung von dem Verein oder Verband gehörenden, nicht zulassungspflichtigen, selbstfahrenden Arbeitsmaschinen (bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 20 Stundenkilometern) sowie deren Anhänger versichert, wenn diese ausschließlich zur Pflege von Sportanlagen eingesetzt werden.

Haftpflichtversicherungsschutz bedeutet aber nicht nur, dass schuldhaft verursachte Schäden bezahlt werden, sondern auch, dass unberechtigt erhobene Schadensersatzansprüche zurückgewiesen werden. Klingt etwas kompliziert, wird aber durch das nachfolgende Beispiel verständlicher.

 

Im Sommer 2012 war ein Mitarbeiter des Fußballvereins am Rande des Vereinsgeländes mit Mäharbeiten auf der Grünfläche entlang der vorbeiführenden Landstraße beschäftigt. Er nutzte dafür einen motorbetriebenen Handrasenmäher. Beim Mähen wurde durch den Rasenmäher ein Stein aufgewirbelt, der in dem Augenblick, als Herr A mit seinem Fahrzeug vorbeifuhr, gegen dessen rechte Tür flog und einen Lack-Schaden in Höhe von 592,60 Euro verursachte.

 

Der Verein meldete diesen Schadenfall unverzüglich dem zuständigen Versicherungsbüro, das zunächst zu prüfen hatte, ob dem Autofahrer ein Schadensersatzanspruch zustand, weil der Verein seine so genannte Verkehrssicherungspflicht verletzt haben könnte. Dieser Anspruch wurde letztlich unter Berufung auf ein Urteil des OLG Celle vom 20.07.2006 (Az: 8 U 23/06) in vollem Umfang als ungerechtfertigt zurückgewiesen.

 

Die Richter hatten seinerzeit in einem vergleichbaren Fall entschieden, dass die Verkehrssicherungspflicht dann nicht verletzt worden ist, wenn die notwendigen und zumutbaren Vorkehrungen getroffen worden sind, um eine Schädigung anderer möglichst zu verhindern. Die rechtlich gebotene Verkehrssicherung umfasst danach diejenigen Maßnahmen, die ein umsichtiger und verständiger, in vernünftigen Grenzen vorsichtiger Mensch vorausschauend für notwendig und ausreichend hält, um andere vor Schaden zu bewahren.

 

Andererseits kann nicht jeder abstrakten Gefahr durch vorbeugende Maßnahmen begegnet werden. Verlangt werden können nur solche Vorkehrungen, die nach der Intensität der Gefahr und den üblichen Sicherheitserwartungen im Rahmen des wirtschaftlich Zumutbaren geeignet sind, die Schädigung anderer weitestgehend abzuwenden.

 

Der eingesetzte motorgetriebene Handrasenmäher war mit einem Auffangkorb ausgestattet, der das geschnittene Gras sowie durch die Scherblätter aufgewirbelte Steine weitgehend aufnimmt.

Darüber hinaus hatte der Vereinsmitarbeiter vor dem Mähen die Rasenfläche nach Steinen abgesucht. Entscheidend war letztendlich, dass der Rasenmäher über einen seitlichen Prallschutz verfügte, der die Gefahr des Wegfliegens von Steinen auf die Straße deutlich minimierte. Mehr kann von dem verkehrssicherungspflichtigen Verein auch nach den Maßstäben des OLG Celle nicht verlangt werden.

Der Geschädigte musste also die Reparatur selbst bezahlen. Auch wenn es schwer fällt, muss manchmal einfach akzeptiert werden, dass es einen absoluten Schutz gegen einen irgendwie denkbaren Schadenseintritt nicht gibt, sondern sich auch einmal ein „allgemeines Lebensrisiko“ realisiert, für das niemand zur Verantwortung gezogen werden kann.

 

Um 7 Uhr morgens schaute die 12-jährige Jana zum x-ten Mal aus dem Fenster. Es sah ganz so aus, als würde heute ein wunderschöner Sonnentag werden. Jana war entgegen ihrer Gewohnheiten schon seit Sonnenaufgang wach und total aufgeregt.

Heute ging es mit 14 weiteren Mitgliedern ihres Karatevereins nach Berlin zu einem mehrtägigen Lehrgang.

Um 9.30 Uhr trafen sich die Kinder und ihre beiden Trainer am vereinbarten Treffpunkt. Eigens für diese Fahrt war ein Bus mit Fahrer angemietet worden.

Kaum, dass der Bus losgefahren war, packten die Kids ihre mitgebrachten Sachen aus und übertrumpften einander mit MP3-Playern, Smartphones und teuren Kameras. Zwei hatten sogar hochwertige Tablet-PCs im Reisegepäck. Das war zwar nicht im Sinne des Vereins, nun aber nicht mehr zu ändern.

Die Stimmung war ausgelassen. Alle zwei Stunden gab es eine Pause mit Snacks, Getränken und natürlich viel Bewegung.

Sie waren noch 80 km von Berlin entfernt, als die Teilnehmer sich nach der letzten Rast anschickten, wieder in den Bus zu steigen. Jana war gerade in ein Gespräch mit ihrer Freundin vertieft, als Trainer Michael ein großes Loch in einer der hinteren Scheiben des Busses entdeckte.

Die Aufregung war natürlich groß. Schnell liefen alle zu ihren Plätzen, um zu kontrollieren, ob ihr Handgepäck noch vollständig war. Das war leider nicht der Fall. Diebe hatten gezielt die Scheibe zerstört, die Wertgegenstände herausgesucht und waren in der Zwischenzeit damit sicher schon über alle Berge.

Die herbeigerufene Polizei machte den Bestohlenen keine große Hoffnung, dass die Sachen wieder aufgefunden würden.

Mit deutlich gedrückter Stimmung fuhr man die restliche Strecke zum Ziel.

Unterwegs fiel Michael ein, dass er beim Planen der Reise vom Vereinsvorstand angewiesen worden war, eine Reiseversicherung bei der ARAG Sportversicherung abzuschließen.

Der Abschluss einer solchen Versicherung ist in dem Fall Pflicht, wenn der Verein als „Reiseveranstalter“ fungiert. Reiseveranstalter ist dem Gesetzestext nach derjenige, der mindestens zwei Einzelleistungen einer Reise, von denen die eine nicht ganz untergeordnete Bedeutung hat, zu einem Gesamtpreis zusammenfasst und die Erbringung in eigener Verantwortung übernimmt.

Klingt etwas kompliziert, aber auf die Reise des Karatevereins traf genau das zu: Der Verein hatte nämlich nicht nur den Bus als Beförderungsmittel, sondern daneben auch die Unterkunft für die Teilnehmer gebucht. Damit sind im Sinne des Gesetzes zwei weitgehend gleichgeordnete Einzelleistungen einer Reise zusammengefasst, was den Verein zum Reiseveranstalter macht und ihn zum Abschluss einer Insolvenzabsicherung verpflichtet.

Michael erkundigte sich im Versicherungsbüro seines Landessportbundes nach dem Umfang dieser Versicherung. Dort konnte man ihm zur Erleichterung aller Bestohlenen sagen, dass die abgeschlossene Reiseversicherung unter anderem auch eine Reisegepäckversicherung beinhaltet.

Mit diesem Wissen konnten die Kinder trotz des Zwischenfalls ihren Karatelehrgang doch noch genießen.

Die ARAG Sportversicherung erstattete den betroffenen Teilnehmern den Zeitwert der gestohlenen Gegenstände schnell und unbürokratisch.

Mehr über das Thema Reiseversicherung erfahren Interessierte im Internet oder im Versicherungsbüro ihres Landessportbundes/-verbandes.

Kontaktdaten finden Sie hier: www.arag-sport.de.

 

Das 100-jährige Vereinsjubiläum stand unmittelbar bevor. Neben einer Festwoche plante der Vereinsvorstand deshalb auch, das vereinseigene Clubheim zu renovieren. An mehreren Samstagen sollte dazu neben umfangreichen Putz- und Malerarbeiten endlich auch die Renovierung des maroden Vereinsdaches erfolgen.

 

Hubert K. war als langjähriges Vereinsmitglied eng mit dem Verein verbunden und arbeitete jeden Samstag von früh bis spät an den entsprechenden Maßnahmen mit.

Als man Ausbesserungsarbeiten am Dach ausführt, erklärt sich Hubert K. selbstverständlich bereit, mitzuhelfen. Er beabsichtigt, die Dachrinne des Vereinsheims auf Schäden zu überprüfen. Als er die Leiter hochsteigt, verpasst er eine Sprosse und stürzt aus einer Höhe von 1 Meter zu Boden. Er kommt mit seinem linken Bein auf dem Boden auf und zieht sich eine komplizierte Sprunggelenksverletzung zu. Hubert K. wird noch am selben Tag im naheliegenden Krankenhaus operiert.

 

Der Vereinsvorstand meldete sich tags darauf beim zuständigen ARAG Sportversicherungsbüro und zeigte den Schadenfall mit einer Unfallschadenanzeige an. Da es sich um eine vom Verein eingesetzte Renovierungsmaßnahme gehandelt hatte, bestand Versicherungsschutz im Rahmen des Sportversicherungsvertrages, insbesondere im Rahmen der Sportunfallversicherung. Die Mitarbeiter des Versicherungsbüros nahmen umgehend Kontakt mit Hubert K. auf, um diesen über die versicherten Leistungen aus der Sportunfallversicherung zu informieren.

Darüber hinaus wurde Hubert K. auch darauf hingewiesen, dass für ihn zusätzliche Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung in Betracht kommen, weil er möglicherweise „wie ein Beschäftigter (Arbeitnehmer)“ tätig gewesen war.

 

Umfangreiche Tätigkeiten oder Hilfeleistungen, die ein Verein von seinen Mitgliedern nicht ohne weiteres erwarten kann, und die nicht Ausfluss aus mitgliedschaftsrechtlichen Verpflichtungen bzw. allgemeiner Übung sind, gelten als über den gesetzlichen Unfallversicherungsträger versicherte Tätigkeiten.

Ob es sich um eine versicherte Tätigkeit – um einen sogenannten „Arbeitsunfall“ – gehandelt hat, entscheidet der zuständige gesetzliche Unfallversicherungsträger, in diesem Fall die Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Hamburg bzw. ihre entsprechenden Bezirksverwaltungen.

Achtung: Liegt ein gesetzlich versicherter Unfall vor, sind eventuelle Haftungsansprüche gegen den Auftraggeber (Verein) ausgeschlossen. Von ihm Schadensersatz und Schmerzensgeld zu fordern, weil er z.B. die Verkehrssicherungspflicht schuldhaft verletzt hat, ist dann nicht möglich.

Fazit: Neben einer Meldung des Unfalles beim zuständigen Sportversicherungsbüro sollte der Vereinsvorstand auch unbedingt darauf achten, dass in derartigen Fällen eine Meldung bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft VBG (www.vbg.de) erfolgt.

Schadenfall des Monats Juni

Schwerer Unfall im Winterlager

 

Mit den ersten Sonnenstrahlen kam auch der Wunsch, die Segelboote endlich wieder zu Wasser zu bringen.

 

Einige Mitglieder des Vereins waren am Samstag auf dem Winterlagergelände zusammen-gekommen, um einander beim Ausbringen der Boote zu helfen. Als nächstes war die Yacht des zweiten Vorsitzenden an der Reihe. Sie stand schon auf dem Trailer, der Mast war noch umgelegt.

 

Norbert H. setzte den vereinseigenen Traktor rückwärts in Bewegung, um den Bootsanhänger an den Haken zu nehmen. Er konnte aus seiner Position die hinter dem Traktor stehende Ehefrau des Bootseigners, Gudrun S., nicht sehen.

 

Diese wollte sich mit einem Sprung aus dem Gefahrenbereich retten und kam dabei ins Straucheln. Die Anwesenden schrien dem Traktorfahrer zu, er solle anhalten, aber der Lärm übertönte die Rufe.

 

Der Oberschenkel der am Boden Liegenden wurde vom Traktor überrollt und musste in einer Notoperation amputiert werden. Die 39-Jährige erlitt zahlreiche weitere Verletzungen und wird vermutlich einen Dauerschaden in Höhe von ca. 80% ihrer körperlichen Leistungsfähigkeit zurückbehalten.

 

Zur Höhe werden nach Abschluss der Heilbehandlung durch die ARAG umfangreiche medi-zinische Gutachten eingeholt werden.

 

Außer der vertraglich vereinbarten hohen Invaliditätsleistung stehen Frau S. aus der Sport-Unfallversicherung Leistungen eines Reha-Management-Teams zur Verfügung, welche speziell für derart schwere Verletzungen gedacht ist.

 

Der Reha-Dienstleister unterstützt im Auftrag der ARAG-Sportversicherung bei der medizinischen Rehabilitation und der beruflichen und sozialen Wiedereingliederung.

 

Auch wenn es in einer solchen Situation nicht wirklich Trost gibt, hilft es dennoch, einen leistungsstarken Partner an seiner Seite zu wissen.

*Namen von der Redaktion geändert

 

Quelle: aragvid-arag 06/13

Schadenfall des Monats Mai

Herzinfarkt beim Fußball

 

Die Altherren-Abteilung eines Fußball-Clubs im Rheinland hatte auch in diesem Jahr wieder ein Turnier mit Mannschaften anderer Sportvereine organisiert und freute sich über die Austragung auf dem heimischen Sportplatz.

 

Nachdem bereits zwei Begegnungen absolviert waren, trat endlich auch die gastgebende AH-Mannschaft ihr erstes Spiel an.

 

In der 2. Halbzeit und noch beim Stand von 0:0 setzte Markus C., der Stürmer des FC, zu einem langen Sprint an, um einen zu weit geflankten Ball zu erreichen. Plötzlich brach er ohne erkennbaren Anlass zusammen und blieb reglos am Boden liegen.

 

Seine Mitspieler waren sofort bei ihm. Das Spiel wurde unterbrochen. Die anwesenden Rettungssanitäter leisteten Erste Hilfe, auch ein Notarzt wurde verständigt, der innerhalb weniger Minuten vor Ort war.

 

Leider blieben alle Reanimationsmaßnahmen ohne Erfolg: Markus C. verstarb noch auf dem Sportplatz an den Folgen eines Herzinfarkts.

 

Das Turnier wurde abgebrochen.

 

Markus und seine Mitspieler hatten bei 40 Grad in der Sonne Fußball gespielt; der Sportplatz befand sich während der gesamten Spieldauer in der prallen Sonne.

 

Im vorliegenden Falle führte nicht ein Unfallereignis, d.h. ein von außen unfreiwillig auf den Körper wirkendes Ereignis, zum Tod des Spielers, sondern der Spieler Markus C. brach durch ein inneres organisches Leiden körperlich zusammen.

 

Für solch tragische Fälle sehen die Sportversicherungsverträge eine Erweiterung vor. Danach sind Todesfälle mitversichert, wenn sie unmittelbare Folge eines auf der Sportstätte während oder unmittelbar nach der aktiven Teilnahme an Wettkampf oder Training erlittenen körperlichen Zusammenbruchs sind. Die Unfallversicherung der Sportversicherungsverträge enthält u.a. eine Todesfallleistung, deren Summe nach Alter und Familienstand gestaffelt ist.

 

Der Vorsitzende des FC füllte Tage später gemeinsam mit der Witwe des Mitglieds die Sport-Schadenmeldung für Unfallschäden aus und reichte sie an das Versicherungsbüro weiter. Die Todesfallsumme wurde nach Prüfung des Vorgangs ausgezahlt. Zumindest die Beerdigungskosten konnten damit aufgefangen werden.

 

Bei Fragen zu Schadenfällen und für Informationen rund um die Sportversicherung wenden Sie sich bitte an Ihr Sportversicherungsbüro beim LSB/LSV. Ihr Versicherungsbüro online erreichen Sie entweder über die Website Ihres Landessportbundes /-verbands oder besuchen Sie uns direkt auf www.arag-sport.de.

*Namen von der Redaktion geändert

 

Quelle: aragvid-arag 05/13

Schadenfall des Monats März:

Kurze Unaufmerksamkeit, langwierige Folgen

 

Die Trainingsgruppe der Radrennfahrervereinigung aus Heimenthal hatte zu einer Vereinsausfahrt eingeladen. Nach der sportlichen Betätigung war ein entspanntes Zusammensein bei ein bis zwei Feierabendgetränken und einem guten Essen geplant. Soweit die Planung. Dass sich die Entspannung nicht so leicht würde einstellen können, war weder geplant noch vorhersehbar.
 
Bei schönem Wetter und trockener Straße hatte sich das Team von vierzehn Fahrern nachmittags auf den Weg gemacht. Natürlich war man nicht alleine unterwegs. Auch andere passionierte Radfahrer nutzten das gute Wetter für eine Ausfahrt, darunter auch Frührentner Hans, der mit seinem Fahrrad auf der Landstraße radelte.
 
Bekanntermaßen bewegen sich Radrennfahrer und Freizeitradler auf der Straße mit durchaus unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Dies stellt in der Regel kein Problem dar, an diesem Tage leider doch.
 
Die Trainingsgruppe hatte sich auseinander gezogen, Roman hatte kurz den Anschluss verloren und bemühte sich, wieder aufzuschließen. So weit so gut, hätte er sich nicht „zur falschen Zeit“ auf sein Vorderrad konzentriert. Die seitliche Kollision mit dem langsam voraus fahrenden Hans T. war so heftig, dass beide stürzten. Hans T. erlitt eine Orbitabodenfraktur (Bruch des Augenhöhlenbodens zur Kieferhöhle) sowie diverse Prellungen und Abschürfungen.
 
Auch Roman wurde nicht unerheblich verletzt. Ein Bruch des Schlüsselbeins war Folge des Sturzes und natürlich war auch das Trainingsrad beschädigt. Trotz seiner eigenen Verletzung lief er umgehend zu Hans T. und kümmerte sich um ihn. Andere Trainingsfreunde verständigten den Krankenwagen. Nicht selbstverständlich in der heutigen Zeit, hielt er auch in den folgenden Wochen Kontakt mit Hans T. um sich über den – glücklicherweise günstigen – Heilverlauf zu informieren. 
 
Verletzungen dieser Art stellen für den Verletzten ein nicht unerhebliches (Zukunfts-)Risiko dar. Deswegen war es nicht weiter verwunderlich, dass sich kurze Zeit später eine Anwaltskanzlei bei der ARAG-Sportversicherung meldete. Für Hans T. machte sie zunächst den Fahrradschaden geltend. Dieser wurde umgehend ersetzt.
 
Daneben wurde Erstattung der Aufwendungen für die ärztliche Behandlung, ein Haushaltsführungsschaden und neben einem möglichen Zukunftsschaden auch ein Schmerzensgeld von 5.000,00 Euro gefordert.
 
Die ARAG-Sportversicherung erklärte sich bereit, im Vergleichswege eine pauschale Summe von 4.000,00 Euro zu leisten. Der Zukunftsschaden wurde dem Grunde nach anerkannt. Dieser Vorschlag wurde durch den Geschädigten und seine Anwältin schließlich auch angenommen.
 
Die Unaufmerksamkeit wird daher für Roman, dank der ARAG-Sportversicherung, glücklicherweise wenigstens keine finanziellen Folgen haben.
 
Quelle: aragvid-arag 03/13

Schadenfall des Monats Februar: Tatü tata, die Feuerwehr ist da…

 

 Wohl jeder kennt dieses Kinderlied, das schon in der Kaiserzeit die Feuerwehr lärmend ankündigte. Allerdings rief man damals noch Tä tä tä...
 
Die Ankunft der Helden unserer Kindertage sieht man als Erwachsener jedoch eher mit gemischten Gefühlen, ist damit doch häufig eine reale Gefahr verbunden.
 
Was Betreuer und Kinder der F-Jugend des Fußball-Club Prussia Hummburg 07 empfanden, als während des Trainings der 7- bis 8-jährigen Nachwuchskicker in der Turnhalle der Käthe-Kruse-Schule ein Feueralarm ausgelöst wurde, ist uns natürlich unbekannt. Sicherlich war es mit dem normalen Training aber erst einmal vorbei.
 
Was war geschehen? Glücklicherweise brannte es nicht wirklich, ein Fehlalarm war durch ein Kind ausgelöst worden. Der tatsächliche Verursacher konnte nicht ermittelt werden.
 
So weit, so gut. Allerdings brausten sechs Feuerwehrmänner samt Tanklöschfahrzeug zur Schule, um sich der vermeintlichen Feuerwand entgegenzustellen.
 
Kurze Zeit später forderte die Schule die bei ihr geltend gemachten Einsatz-Kosten vom Verein zurück. Da auch der Schulhausmeister aktiviert worden war, sollte der Verein auch dessen Aufwand, nebst dem Schaden am Feuermelder erstatten. Vielen unbekannt ist, dass die kommunalen Satzungen bei Fehlalarmen i.d.R. eine Erstattungspflicht vorsehen. So auch in Hummburg.
 
Die ARAG-Sportversicherung als Sport-Haftpflichtversicherer reagierte unbürokratisch und regulierte die dem Verein in Rechnung gestellten Aufwendungen.
 
Welch’ Glück, Sankt–Florian als Schutzpatron für die Abwehr von Feuer musste nicht angerufen werden. ARAG sei Dank, ist dem Verein auch kein finanzieller Schaden entstanden.
*Namen von der Redaktion geändert
 
Quelle: aragvid-arag 02/13

Schadenfall des Monats Januar: Der gefallene Nikolaus

 

Nikolausfeier beim TSV. Die Kinder warteten aufgeregt und durcheinander plappernd auf die Überraschung, die vom Trainer angekündigt worden war. Immer wieder liefen sie zu den Fenstern des Vereinssaales, um zu schauen, ob sich draußen schon irgendwas tut. Der Trainer freute sich auf die Überraschung, die er für seine kleinen Schützlinge geplant hatte. Sein alter Kumpel Paul hatte sich bereit erklärt, im Nikolauskostüm und gemeinsam mit „Knecht Ruprecht“, Leo B. von der freiwilligen Feuerwehr, die Kinder des Turnvereins zu besuchen. Paul war mit einem schweren Geschenkesack unterwegs, Leo stapfte hinter ihm durch den frisch gefallenen Schnee. Plötzlich gab es ein lautes Gepolter, einen Aufschrei und der Nikolaus lag mit seinem ganzen Gepäck der Länge nach auf dem Boden. Er war auf einer Eisplatte ausgerutscht, die vom Pulverschnee bedeckt nicht sichtbar gewesen war.

Paul hatte sich eine Beckenring- und Oberarmfraktur zugezogen, die ihn 6 Wochen in stationäre und weitere 10 Wochen in ambulante Behandlung zwang. Es kam noch schlimmer: Er blieb auf Dauer in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt.

Für den Schaden hatte der Verein zu haften, der ganz offensichtlich seiner Räum- und Streupflicht nicht nachgekommen war. Jeder Verein ist nämlich verpflichtet, die Gehwege im Winter in einem verkehrssicheren Zustand zu halten. Nicht nur bei Privatwegen, auch bei öffentlichen Wegen trifft diese „Verkehrssicherungspflicht“ in der Regel auch Vereine, denen die Gemeinden die Räum- und Streupflicht übertragen haben.

 

Gegenüber dem Verein wurden erhebliche Schadenersatzansprüche geltend gemacht. Neben einer hohen Schmerzensgeldzahlung und einem Ausgleich zum Erwerbsschaden mussten dabei auch die Ansprüche des Krankenversicherers befriedigt werden. Die ARAG als zuständiger Sport-Haftpflichtversicherer des Vereins bzw. des Platzwartes leistete deshalb Zahlungen in Höhe von 52.000,- Euro.

 

Seit diesem Ereignis achtet der Verein sehr genau auf seine Verkehrssicherungspflichten. Und die Kinder darauf, dass dem Nikolaus nie mehr etwas passiert.

 

Quelle: aragvid-arag 01/13

ARAG Bericht Dezember

 

Vereine sind für die Verkehrssicherheit von kommunalen Anlagen mitverantwortlich

 

Vor einiger Zeit mussten sich die Experten der ARAG Sportversicherung mit einer erheblichen Augenverletzung befassen, die sich ein 8-jähriger Jugendspieler während des Fußballtrainings auf der Platzanlage zugezogen hatte.

 

Den Verantwortlichen des Vereins war seit längerer Zeit bekannt, dass sich die im Eigentum der Kommune befindliche Platzanlage in keinem guten Zustand befand. Dies wurde auch mehrfach von der Platzwartin des Vereins gegenüber der Kommune angezeigt. Insbesondere wies sie in einem Schreiben darauf hin, dass die Ballfangnetze hinter dem Tor verschlissen seien und die Umzäunung der kompletten Anlage einen heruntergekommenen Eindruck mache. Die Kommune verhielt sich abwartend. Es wurden keinerlei Maßnahmen in die Wege geleitet, um den Zustand der Sportanlage zu verbessern.

 

So kam es wie es kommen musste. Während eines Fußballtrainings verletzte sich der 8-jährige Jugendspieler am Auge. Der Ball war gegen den verschlissenen Ballfangzaun geprallt, dadurch löste sich ein verrostetes Drahtstück, geriet in das Auge des Jungen und verursachte die erhebliche Verletzung.

 

Die Eltern des Vereinsmitgliedes machten die Stadt schadenersatzpflichtig. Aufgrund der erheblichen Verletzung erhielt das verletzte Kind eine hohe Schmerzensgeldzahlung.

 

Nun bahnte sich zwischen Stadt und Verein eine Auseinandersetzung an, da die Kommune den Verein für das Zustandekommen des Personenschadens verantwortlich machte. Es kam schließlich zum Streit beim zuständigen Landgericht. Die Richter hielten die Klage für begründet und entschieden, dass sowohl die Stadt als auch der Verein für den Zustand der Sportanlage verkehrssicherungspflichtig seien. Diese Pflichten seien von beiden Parteien verletzt worden.

 

Besteht zwischen den Parteien kein Nutzungsvertrag, ist sowohl der Eigentümer (Stadt) als auch der Nutzer (Verein) gleichermaßen verkehrssicherungspflichtig. Im Ergebnis führte dies dazu, dass der Sportversicherer als Haftpflichtversicherer des Vereins die Hälfte der Schadensumme zu übernehmen hatte. Das Gericht wies ausdrücklich darauf hin, dass der Verein sich nicht dadurch entlasten kann, dass die Stadt nicht für die Instandsetzung gesorgt hatte, obwohl entsprechende Hinweise von Seiten des Vereins erfolgt waren. Der bekannte schlechte Allgemeinzustand der Anlage hätte den Verein dazu veranlassen müssen, gegebenenfalls die Benutzung der Anlage zu unterlassen.

 

Quelle: aragvid-arag 12/12

Schadenfall des Monats November: Nicht alles im grünen Bereich

 

 

Es war ein sonniger Freitagnachmittag, als der Platzwart des FC B an die Arbeit ging. Er wollte die beiden Rasenplätze, die dem Verein von der Gemeinde zur Verfügung gestellt wurden, zum Herbst hin noch einmal düngen. Eineinhalb Plätze hatte er bereits geschafft, als es langsam dunkel wurde. „Das reicht für heute …“ dachte er. „Den Rest kann ich morgen früh erledigen.“

 

Als er am nächsten Morgen auf die Vereinsanlage kam, traute er seinen Augen nicht. Die eineinhalb Plätze, die er am Vortag bearbeitet hatte, waren völlig zerstört. Nichts zu sehen von dem herrlichen Grün des Vortages.

 

Nach dem ersten Schock überprüfte er das Mittel, das er verwendet hatte und erkannte sofort die fatale Verwechslung: Statt des Düngers hatte er den Unkrautvernichter ausgestreut. Beide Mittel hatten eine ähnliche Verpackung und standen im Lagerraum unmittelbar nebeneinander.

 

Der Unkrautvernichter hatte über Nacht gehalten, was auf der Verpackung versprochen wurde: das ganze Grün der Fußballplätze hatte sich in ein braunes Etwas verwandelt. An Training und Wettkampf war überhaupt nicht zu denken.

 

Der ganze Verein stand unter Schock.

 

Bei der spontan angesetzten Krisensitzung hatte glücklicherweise ein Vorstandsmitglied daran gedacht, Kontakt zum Versicherungsbüro des Sportbundes aufzunehmen. Dort konnte man dem Verein die Sorge vor den finanziellen Folgen schnell nehmen, waren doch im Rahmen des Sportversicherungsvertrages zum Glück die Haftpflichtansprüche der Gemeinde gegen den Verein mit abgedeckt worden.

 

Zwar sind üblicherweise Schäden an gemieteten, geliehenen, gepachteten oder unentgeltlich zur Verfügung gestellten Sachen vom Haftpflichtversicherungsschutz ausgeschlossen.

 

In dem hier vereinbarten Sportversicherungsvertrag war jedoch die gesetzliche Haftpflicht aus Schäden an fremden unbeweglichen Sachen gedeckt, die die Mitgliedsvereine zur Ausübung des Sportbetriebs und der Jugendarbeit gemietet, geliehen oder gepachtet haben.

 

So übernahm die ARAG-Sportversicherung die Kosten für die Wiederherstellung der beschädigten Rasenplätze in Höhe von mehreren tausend Euro.

 

Der Unkrautvernichter und das Düngemittel stehen jetzt übrigens weit voneinander entfernt und farblich klar voneinander zu unterscheiden in verschiedenen Regalen des Lagerraums. Der gleiche Fehler soll Jochen B. nicht noch einmal passieren.

 

Quelle: aragvid-arag 11/12

Schadenfall des Monats Oktober: Fatale Bogenlampe

 

Im Sommer 2012 war es endlich soweit: Beim Saison-Eröffnungsspiel der Fussball-Kreisliga A konnte der Kreisligist SV Otterfingen nach zwei Jahren Bauzeit endlich sein lang ersehntes Prunkstück präsentieren: einen Kunstrasen-Fußballplatz der neuesten Generation, unter anderem finanziert durch eine Unmenge von Arbeitsstunden in Eigenleistung und den beliebten „Verkauf“ von kleinen Rasenparzellen an die Vereinsmitglieder.

 

Auch die Umzäunung des Geländes war nagelneu; hinter dem Torbereich war ein ca. 4,50 m hoher Ballfangzaun aufgestellt worden, der die Abgrenzung zur etwa 10 m hinter der Sportanlage verlaufenden Bundesstrasse 56 bildete.

 

Das Spiel der ersten Herrenmannschaft verlief an diesem heißen Juli-Tag fair und kampfbetont. Bei einem Angriff der Gäste kam es in der 79. Spielminute dann zu einem fulminanten Press-Schlag des gegnerischen Mittelstürmers mit einem Abwehrspieler der SV Otterfingen. Hierbei wurde der Ball im hohen Bogen über das Tor und den dahinter befindlichen Ballfangzaun gelenkt, um dann aus bestimmt zehn Meter Höhe auf die rechte Fahrbahn der Bundesstraße zu fallen.

 

Unglücklicherweise wurde die meist wenig frequentierte Landstraße in diesem Moment von einigen auswärtigen Fahrzeugen befahren, und der Fußball fiel auf die Motorhaube eines nagelneuen Audi A 3 Sportback.

 

Zur Folge hatte der Aufprall eine veritable Beule in der Motorhaube, deren Reparaturkosten mit rund 2.500,- EUR zu Buche schlugen.

 

Doch wer hatte nun „Schuld“ an dem Schaden bzw. wer war haftpflichtig? Die Spieler welche den Pressschlag verursachten? Nein, auch sog. versehentliche „Ausbälle“ sind in der DFB-Spielordnung ausdrücklich vorgesehen und damit regelgerecht.

 

Würde der Anspruchsteller auf seinem Schaden „sitzen bleiben“ ? Nein, denn tatsächlich war der Ballfangzaun für die örtlichen Gegebenheiten mit 4,50 m hinter dem Tor zu niedrig bemessen! Die Rechtssprechung verlangt hier in der Regel höhere (mindesten 6 m hohe) Zäune, insbesondere dann, wenn in einiger Entfernung hinter dem Tor eine Autostraße verläuft.

 

Somit hatte der Verein seine Verkehrssicherungspflicht nicht in ausreichendem Maße erfüllt; ein Fall für die Sport-Haftpflichtversicherung des SV Otterfingen. Die ARAG zahlte nicht nur die Reparaturkosten, sondern für die Reparaturdauer auch die Kosten eines gleichermaßen repräsentativen Mietwagens. Der Geschädigte war zufrieden, die Verantwortlichen des SV Otterfingen freuten sich darüber, dass die Kosten des Schadens nicht aus dem Vereinsbudget beglichen werden mussten.

 

Der Verein ließ alsbald den Zaun nicht nur auf die geforderten 6 m, sondern sogar auf 7 m erhöhen, um der möglichen Gefahr weiterer „Ausballschäden“ zu begegnen; tatsächlich wurden die manchmal über das Tor Richtung Strasse fliegenden Bälle in der Folge nun fast ausnahmslos abgefangen.

 

Den Vorwurf der Verletzung von Verkehrssicherungspflichten konnte man gegen den SV Otterfingen von nun an nicht mehr erheben.

 

Quelle: aragvid-arag 10/12

Schadenfall des Monats September: Rush hour auf der Wettkampfstrecke

 

Bei strahlendem Wetter zum Stadtfest freuten sich hunderte von Zuschauern und eine Rekordzahl an Teilnehmern auf die 5. Benefiz-Veranstaltung „Rollen für Lichtblicke“, die kürzlich von zwei Sport-Vereinen veranstaltet wurde. Meike L. hatte sich dazu extra neue Inlineskater zugelegt, mit denen sie sich beim 10 km-Inlineskaterlauf gute Chancen ausrechnete. Natürlich trug sie auch die empfohlene Schutzkleidung und hoffte, wie im vergangenen Jahr wieder den dritten, besser noch einen der ersten beiden Plätze zu belegen.

 

Der Lauf fand auf einer Rundstrecke um den See statt. Die Helfer hatten sie fast komplett mit Absperrbaken und Bändern gesichert. Längs der Strecke befanden sich Streckenposten, von denen die meisten über Funkgeräte mit der Laufleitung verbunden waren. Alles schien perfekt vorbereitet.

 

Es lief gut. Meike lag in Führung und befand sich bereits am Ende der vorletzten Runde, als plötzlich drei Radfahrer vor ihr auf die Laufbahn bogen. Die Drei hatten sich erst kurz zuvor für das anschließende Radrennen angemeldet und wollten sich nun schon einmal ein wenig warm fahren.

 

Zwei der Radler befanden sich auf der rechten, einer auf der linken Seite. Meike, die entschieden schneller war als die drei Radler, entschied, die Lücke zwischen ihnen zu nutzen und einfach hindurch zu fahren. Auf einmal platzte an einem der Räder ein Reifen und der Fahrer fuhr von der linken auf die rechte Seite. Meike rief noch „Vorsicht!“ und leitete ein Bremsmanöver ein. Sie kollidierten dennoch. Die Inlinerin stürzte und zog sich dabei diverse schwere Verletzungen zu, unter anderem einen schmerzhaften, komplizierten Bruch des Sprunggelenks. Auch ihre Sportkleidung war größtenteils zerrissen und unbrauchbar geworden.

 

Die Ordner organisierten umgehend eine Notversorgung durch Rettungssanitäter an der Unfallstelle und Meikes Transport ins nächste Krankenhaus. Dort wurde sie operiert und blieb zunächst vier Monate arbeitsunfähig.

 

Zur Entfernung der Metallplatten und Schrauben musste Meike sich später erneut stationär aufnehmen lassen und anschließend noch sechs Monate lang zur Krankengymnastik. Dennoch blieb ein irreparabler Dauerschaden für die junge Sportlerin zurück. Zusätzlich waren hohe Fahrtkosten entstanden, weil Meike eine weite Anreise zu der Fachpraxis hatte.

 

Sie nahm die Veranstalter auf Schadenersatz und Schmerzensgeld in Anspruch. Ihr Anwalt hatte zu Recht vorgetragen, dass die Veranstalter die Pflicht gehabt hätten, dafür Sorge zu tragen, dass die für die Inliner eingerichtete Rundstrecke während des Laufes für die Teilnehmer frei von Hindernissen war. Die Inliner waren mit nicht unerheblicher Geschwindigkeit auf der Strecke unterwegs. Außerdem oblag dem Veranstalter auch die Überwachung der Einhaltung der getroffenen Sicherungsmaßnahmen. Da der Inlineskater-Lauf Wettbewerbscharakter hatte, traf die Veranstalter eine Verkehrssicherungspflicht. Gegen diese Pflicht haben die Vereinsmitglieder und Helfer verstoßen, indem sie nicht verhindert hatten, dass sich vor dem Abschluss des Inlineskater-Laufs Radfahrer auf die Fahrstrecke begaben.

 

Die ARAG Sportversicherung gewährte für den Schaden Versicherungsschutz und zahlte an Meike ein hohes Schmerzensgeld wie auch Ersatz für Fahrtkosten und die notwendige Hilfe im Haushalt. Außerdem leistete sie Ersatz für die Bekleidung und erstattete die angefallenen Rechtsanwaltskosten. Auch für eventuelle künftige unfallbedingte Schäden erklärte sich die ARAG erstattungspflichtig.

 

An den Sozialversicherungsträger erbrachte die ARAG Sport-Haftpflichtversicherung zudem weitere Entschädigungsleistungen von € 7.500,00. Bei allen Leistungen wurde jedoch ein

Mitverschulden von Meike in Höhe von 25% in Abzug gebracht, weil die Inlinerin den Unfall durch nicht rechtzeitiges Bremsen mitverschuldet hatte.

 

Meike selbst war über eine vom Leichtathletikverband zusätzlich abgeschlossene Nichtmitgliederversicherung auch im Unfallbereich abgesichert. Wegen eines dauerhaft verbliebenen Schadens am rechten Bein erhielt sie nach Feststellung durch einen Gutachter aus der ARAG Sport-Unfallversicherung zusätzlich eine Leistung in Höhe von 10.000,- EUR.

So versorgt konnte Meike schon nach einem Jahr langsam wieder mit dem Training für den nächsten Wettkampf beginnen.

Namen von der Redaktion geändert

Quelle: aragvid-arag 09/12

Schadenfall des Monats: Tennis-Turnier mit unschönen Folgen

 

Jetzt ist wieder die Zeit, auf die sich hierzulande Tausende von Tennisspielern gefreut haben – nach Monaten unter künstlichem Licht kann man endlich wieder dem Ball an der frischen Luft hinterher jagen.

 

Auch Dieter hatte bereits mehrere Male „draußen“ gespielt, als auch schon das erste Freiluft-Turnier anstand, die Regionalmeisterschaften der Senioren  in den Altersklassen ab 50 Jahren.

Der Tennisbezirk O. als Ausrichter hatte seit Mitte April einige Wochen lang viel dafür getan, dass die Plätze für das Turnier in einem guten Zustand waren, es wurde die alte Asche entfernt, neue aufgetragen, gewalzt, gewässert, die Linien wurden befestigt etc.

 

Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Allerdings hatte eine durchziehende Kaltfront ausgerechnet in den letzten Tagen vor dem Turnier für viel natürliche (und unerwünschte) „Bewässerung“ gesorgt.

 

Die acht Turnier-Plätze wurden vor Spielbeginn noch einmal überprüft und für bespielbar erklärt. Jedem Turnierspieler, insbesondere den „alten Hasen“ der Seniorenklasse war, natürlich trotzdem bewusst, dass die Plätze (insbesondere die nicht so häufig betretenen äußeren Randbereiche sowie die Zone direkt vor dem Netz) nicht die Festigkeit aufweisen können, wie einige Wochen später, wenn die Plätze durch den Wechsel von Sonneneinstrahlung und Bewässerung und auch durch die Verdichtung des Bodens durch ständiges Bespielen sehr hart werden.

 

Das erste Turnierspiel lief wie geplant für Dieter, der als einer der Favoriten in der Altersklasse 50+ gestartet war. Er ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance und gewann nach nur einer Stunde mit 6:2; 6:0.

 

Einige Stunden später musste Dieter – wie es der Zufall wollte – auf demselben Platz Nr. 2 gegen seinen Gegner im Viertelfinale antreten. Diese Aufgabe erwies sich als erheblich schwieriger, und es dauerte alleine 70 Minuten, bis Dieter den ersten Satz nach zähem Ringen mit 7:5 gewonnen hatte.

 

Schon reichlich müde, aber wie immer voller Kampfbereitschaft, vergaß der Favorit dann beim Stand von 0:2 im zweiten Satz alle Vorsicht: sein Gegner spielte einen Ball sehr geschickt nur etwa einen halben Meter hinter das Netz. Dieter sprintete los und versuchte, die letzten zwei Meter rutschend, den Ball noch zu erreichen. Er geriet dabei in die etwas weichere Zone des Platzes, blieb mit dem vorderen Fuß hängen, stolperte und ging mit einem schmerzerfüllten Schrei zu Boden.

 

Die Zuschauer, darunter sein Doppelpartner Horst, wussten sofort, dass das Spiel hier zu Ende war. Der eilig herbeigerufene Turnierarzt bestätigte die Befürchtungen: 2facher Bänderriss im Sprunggelenk. Der Fuß schwoll dick an und an Tennisspielen war für die nächsten Wochen nicht zu denken.

 

Leider verlor der betroffene Tenniscrack Dieter, enttäuscht über die Niederlage und frustriert angesichts der Tatsache, dass er lange Zeit seinen geliebten Sport nicht würde ausüben können, die Contenance. Schon drei Tage nach dem Schadenereignis erreichte den Ausrichter des Turniers ein Schreiben von Dieters Rechtsanwalt. Hierin machte er Schadenersatz (u.a. wegen Verdienstausfalls) und Schmerzensgeld in vierstelliger Höhe gegen den Tennisbezirk geltend.

 

Begründet wurden die Forderungen damit, dass der Platz unbespielbar gewesen sei und der Tennisbezirk als verantwortlicher Turnierveranstalter seine Verkehrssicherungspflicht verletzt habe, als er Platz 2 zum Spielen freigab.

 

Der Tennisbezirk wandte sich umgehend an die ARAG Sportversicherung, die als Haftpflichtversicherer Versicherungsschutz für die Tennisturnierveranstaltung gewährte.

 

Allerdings wurde die Haftung für den Schaden, den Dieter erlitten hatte, zurückgewiesen.

 

Denn auch dafür ist eine Haftpflichtversicherung da, sie wehrt bei versichertem Risiko auch unberechtigt erhobene Ansprüche ab.

Vorliegend war der erhobene Vorwurf, der Verein habe seine Verkehrssicherungspflicht verletzt, tatsächlich unberechtigt.

 

Die Plätze waren vor Turnierbeginn vom Turnierausschuss (bestehend ausschließlich aus erfahrenen Tennisspielern) und den beiden Platzwarten des Vereins geprüft und für bespielbar erklärt worden.

 

Den Turnierteilnehmern, zumal einem jahrzehntelang erprobten und erfahrenen Spieler wie Dieter, musste bewusst sein, dass ein Übertreiben des sogenannten „aktiven Spiels“ (damit ist das Ausrutschen der Bälle bei hohem Lauftempo und unter voller Belastung gemeint) im frühen Stadium der Freiluftsaison sehr gefährlich werden kann. Das Steckenbleiben bzw. Wegrutschen des Standbeins ist dann bei dem im Frühjahr teilweise noch nachgebenden Boden eine ganz typische Begleiterscheinung. Bei allem Ehrgeiz, im Turnier jeden Ball erlaufen zu wollen, liegt es daher beim Spieler selbst, das Maß zwischen Kampfgeist und gebotener Vorsicht zu finden.

Ganz entscheidend war bei dieser Bewertung, dass Dieter bereits ein komplettes Spiel und eine weitere Stunde im zweiten Spiel auf diesem Platz verbracht hatte. Er hatte damit die Möglichkeit, die Platzbeschaffenheit weitestgehend kennen zu lernen und hätte auf diesen extremen Sprint und vor allem auf das Rutschen verzichten müssen. Im Übrigen hätte er auch die Möglichkeit gehabt, den Platz zu monieren, wenn er ihm unbespielbar erschien. Dies hatte er aber auch nach mehreren Stunden nicht getan.

 

Schließlich wurde der Versicherer von der Turnierleitung darüber informiert, dass bei insgesamt neun Turnierspielen auf dem betroffenen Platz 2 „keine besonderen Vorkommnisse, insbesondere keine Verletzungen“ zu verzeichnen gewesen waren.

Im Ergebnis wurde Dieter von Seiten der ARAG mitgeteilt, dass eine Beteiligung des Vereins an den ihm entstandenen Aufwendungen nicht erfolgen werde.

 

Die Argumente der Versicherung wurden von Dieter nach einiger Bedenkzeit und Rücksprache mit seinen Rechtsanwälten akzeptiert, so dass man erfreulicherweise keinen Rechtsstreit führen musste.

 

Davon unabhängig ist die Abwicklung über die Unfallversicherung des Tennisvereins, wenn Dieter aufgrund des Unfalls beispielsweise dauernde körperliche Beeinträchtigungen erlitten hätte (was glücklicherweise nicht der Fall war).

 

Jedenfalls freuten sich alle Beteiligten, dass Dieter nicht nachtragend war, sondern exakt ein Jahr nach dem Unfall ohne Groll wieder an den Regionalmeisterschaften teilnahm und seinen bis dato drei Turniersiegen einen weiteren hinzufügte.

 

*Namen von der Redaktion geändert

 

Quelle: aragvid-arag 07/12

Schadenfall des Monats: Turnen – nicht immer kinderleicht

 

Seit drei Jahren betreute Ilka nun schon die Kindergruppe. Es machte ihr einen Riesenspaß, den „Sack Flöhe“ zu hüten. Sie liebte jedes Einzelne dieser kleinen Energiebündel, die nun bereits wieder aufgeregt auf den Trainingsmatten saßen und ungeduldig darauf warteten, dass es endlich los geht.

 

Da ging auf einmal die Tür zur Turnhalle auf. Herein spaziert kam der kleine Jonathan, den sein Vater vorgestern angemeldet hatte. Im Schlepptau seine Mutter, die dort stehen blieb, kurz winkte und offensichtlich noch eine Frage hatte, bevor sie ihren Sohn in die Obhut der Sportlehrerin geben wollte.

 

Ilka war das ein wenig unangenehm, denn sie ließ ihre Bambinis nur ungern ohne Aufsicht. Dennoch blieb sie freundlich und wies die Kinder an, sich noch einen Moment zu gedulden. Dann ging sie zu Jonathans Mutter.

 

Das Gespräch dauerte länger, als der jungen Frau lieb war. „Ilka, Ilka darf ich schon mal auf die Leiter?“ Die 5-jährige Jessica hüpfte neben der Übungsleiterin auf und ab und zupfte dabei unentwegt an Ilkas Shirt. „Ja, ja“ sagte Ilka schließlich, ohne richtig hingehört zu haben, und versuchte weiter, sich auf das Gespräch mit der Mutter zu konzentrieren.

 

Ein paar Augenblicke später hörte sie auch schon einen lauten Schrei: Alle Kinder kamen angelaufen und schrien wild durcheinander: „Iiiiilka, komm schnell, die Jessi ist von der Leiter gefallen!“

 

Mit einem Satz war die Übungsleiterin bei dem Kind. Jessica war von der obersten Sprosse gestürzt und auf ihrem linken Arm aufgekommen, der nun in einem unnatürlichem Winkel vom Körper abstand. Das vor Schmerz schreiende Kind wurde sofort mit dem Krankenwagen ins nächste Krankenhaus gebracht und die Eltern des Kindes verständigt. Diese machten wenige Tage später Schadenersatzansprüche geltend, weil die Übungsleiterin ganz offensichtlich ihre Aufsichtspflicht verletzt hatte.

 

Zum Glück tritt in solchen Fällen die ARAG Sport-Haftpflichtversicherung für den Verein und seine Übungsleiter ein. Schnell und unbürokratisch regulierte sie die Ansprüche des Kindes (Schmerzensgeld, Behandlungskosten etc.) sowie die Kosten, die die Krankenkasse für die Heilbehandlung aufzuwenden hatte.

 

Jessica war im übrigen nach wenigen Wochen wieder fit und konnte bald wieder an ihrem geliebten Kinderturnen teilnehmen.

*Namen von der Redaktion geändert

 Quelle: aragvid-arag 05/12

Schaden des Monats: Auch Schnuppern kann gefährlich sein

 

Jana M., 16, war fest entschlossen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Sie wollte den örtlichen Turnverein mal unter die Lupe nehmen. Was man da alles machen konnte: Gymnastik, Spinning, Aerobic, Geräte-Fitnesstraining, sogar „Zumba“ - Bewegung nach lateinamerikanischer Musik – toll! Am Telefon hatte sie erfahren, dass man zweimal zum „Schnupper-Training“ vorbeikommen durfte. Das wollte sie dann sofort in die Tat umsetzen, bevor die ganzen guten Vorsätze sich wieder verflüchtigen würden. Der erste Schritt zur Fitness sollte sein, die 4 km zur Turnhalle nicht mit dem Bus, sondern mit dem Rad zurückzulegen. Derart motiviert trat sie kräftig in die Pedale. Jetzt noch eine Stunde Aerobic und das Körpergefühl war sofort ein ganz anderes. Jana nahm sich vor, sich am kommenden Donnerstag, in der nächsten Stunde, im Verein anzumelden und trat den Heimweg an.

 

Während sie fröhlich ein Liedchen vor sich hin trällerte, sah sie aus dem Augenwinkel Pete, den netten Jungen aus der Parallelklasse. War er das wirklich? Noch einmal drehte sie den Kopf und übersah dadurch den dunkelblauen Wagen, der ihren Weg von rechts kreuzte. Als sie die Augen aufschlug, lag sie im Krankenwagen, Pete durfte sie begleiten, er hatte Erste Hilfe geleistet und den Krankenwagen gerufen. Sie verspürte starke Schmerzen in Kopf und Rücken, in einem ihrer Beine hatte sie kein Gefühl.

 

Im Krankenhaus stellte man eine Wirbelsäulenverletzung fest. Zu diesem Zeitpunkt war noch fraglich, ob sie je wieder würde laufen können. Auf jeden Fall aber würde sie sehr lange – wenn nicht für immer - mit den Folgen dieses Unfalls zu kämpfen haben. Ein einziger Augenblick Unaufmerksamkeit hatte ihr ganzes Leben auf den Kopf gestellt.

 

Wie sich bald herausstellte, konnte die ARAG Sportversicherung helfen. Der Turnverein hatte in weiser Voraussicht einen Zusatzvertrag für Nichtmitglieder abgeschlossen. Der Versicherungsschutz gilt sogar auf dem Rückweg vom Schnuppertraining. Jana konnte also den vollen Unfall-Versicherungsschutz in Anspruch nehmen. Die ganze Palette mit Invaliditätsversicherung, Reha-Management und allen Leistungen, die auch die Vereinsmitglieder haben. Pete besucht sie regelmäßig – wahrscheinlich hilft ihr auch das auf dem Weg zur Genesung.

 

Wir drücken die Daumen!                                                              *Namen von der Redaktion geändert

 

Quelle: aragvid-arag 09/11

Die Haftpflichtversicherung

 

Welche Aufgabe hat die Haftpflichtversicherung?

Die Haftpflichtversicherung hat die Aufgabe, den Versicherten von Schadenersatzansprüchen freizustellen, soweit dieser aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts von einem Dritten auf Schadenersatz in Anspruch genommen wird. Dazu gehört zunächst die Prüfung, ob der Versicherte für den Schaden nach Recht und Gesetz einzustehen hat. Damit dies zeitnah geschehen kann muss jeder Schaden umgehend gemeldet werden. Ist keine Haftung gegeben, wird der Versicherer unberechtigte Ansprüche zurückweisen und hierfür erforderliche Prozesskosten tragen.

 

Wer ist versichert?

Versichert sind alle Mitgliedsverbände und -vereine der deutschen LSB/LSV. Mitversichert sind alle aktiven und passiven Mitglieder, Funktionäre, Übungsleiter, Turn- bzw. Sportlehrer und Trainer, ferner die Schieds-, Kampf- und Zielrichter, Angestellte und Arbeiter, Mitarbeiter gegen Vergütung sowie Lizenzspieler und Helfer bei versicherten Veranstaltungen.

 

Was versteht die Versicherung unter „gesetzlicher Haftpflicht“?

Nach den gesetzlichen Bestimmungen muss man grundsätzlich für einen Schaden aufkommen, den man einem anderen schuldhaft zugefügt hat. Man spricht hier auch von deliktischer Haftung. Kernvorschrift des deutschen Deliktrechts ist der § 823 BGB:

 

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet“.

 

Hierfür besteht beim Vereinssport Versicherungsschutz im Rahmen der Sportversicherung.

Hingegen besteht kein Versicherungsschutz bei einer vertraglichen Haftung, die über den Umfang der gesetzlichen Haftung hinausgeht. Erklärt sich beispielsweise ein Verein bei der Anmietung einer Turnhalle vertraglich dazu bereit, für „alle Schäden an der Halle“ einzustehen, muss der Verein auch für vorsätzliche Schäden oder für Schäden durch Unbekannte (z.B. eine eingeworfene Scheibe) aufkommen. Liegt jedoch kein schuldhaftes Handeln vor, muss im Rahmen der gesetzlichen Haftpflicht kein Ersatz geleistet werden. Die Sporthaftpflichtversicherung kann sich mit dem Fall nicht befassen.

 

Unsere Empfehlung: Übernehmen Sie nur Haftpflichtansprüche im Rahmen der gesetzlichen Haftungsbestimmungen. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrem zuständigen Versicherungsbüro nach und legen Sie dort die Haftungserklärung zur Prüfung des Versicherungsschutzes vor.

 

Wann besteht Versicherungsschutz über die Sporthaftpflichtversicherung?

Versichert ist grundsätzlich die Durchführung des satzungsgemäßen Verbands-/Vereinsbetriebes. Die Mitglieder des Vereins sind bei der Teilnahme an den Vereinsaktivitäten versichert, ebenso Helfer bei Veranstaltungen des Vereins.

Nicht versichert ist die Ausrichtung internationaler Veranstaltungen, z.B. Welt- oder Europameisterschaften oder Deutsche Meisterschaften für einen Spitzenfachverband.

 

Welche Leistungen werden im Schadenfall erbracht?

Die Sporthaftpflichtversicherung trägt einen ersatzpflichtigen Schaden bis zur vereinbarten Höchstleistung für Personen- und/oder Sachschäden sowie sich hieraus ergebende Vermögensschäden. Der Verlust von Schlüsseln, das Gewässerschadenrisiko von Öltanks (Anlagen) oder auch ein Schaden an einer gemieteten Turnhalle (Mietsachschaden) ist bei abweichenden Höchstleistungen in der Sportversicherung mit berücksichtigt.

Die im Sportversicherungsvertrag genannten Versicherungssummen gelten je nach Schadenfall und sind nicht auf eine jährliche Höchstleistung begrenzt. Es muss also kein Verein Sorge haben, dass durch mehrere Großschäden nur noch eine eingeschränkte Leistung zur Verfügung steht.

 

Wo gilt der Versicherungsschutz der Sporthaftpflichtversicherung?

Der Versicherungsschutz gilt weltweit.

 

Was umfasst die Sporthaftpflichtversicherung ansonsten noch?

 

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht als Eigentümer, Mieter, Pächter, Verpächter und Nutznießer von Räumlichkeiten und Einrichtungen für den Vereinsbetrieb.

 

Tiere sind je nach Umfang der Sportversicherung eingeschlossen. Soweit der Sportversicherungsvertrag keine Absicherung beinhaltet, sollte unbedingt für vereinseigene Pferde und auch für fremde untergestellte Pferde das Risiko des Vereins als Tierhalter/-hüter abgesichert werden. Der Tierhalter haftet nach § 833 auch ohne Verschulden für alle Schäden, die durch das Pferd verursacht werden.

 

Arbeitsmaschinen sind im Rahmen der Sportversicherung mitversichert. Je nach Umfang wird zwischen eigenen und fremden Arbeitsmaschinen sowie nach dem versicherten Einsatz unterschieden.

 

Schlüsselverlust für fremde Schließanlagen ist mitversichert, nicht jedoch für vereinseigene Schließanlagen. Sprechen Sie bei Bedarf mit Ihrem Versicherungsbüro.

 

Feuerwerk ist als Nebenrisiko bei versicherten Veranstaltungen mitversichert. Feuerwerk der Klasse F1 und F2 kann in Eigenregie gezündet werden, andernfalls wird ein Befähigungsschein nach § 20 SprenG benötigt. Der Pyrotechniker ist nicht mitversichert.

 

Vorgehensweise bei einem Haftpflichtschaden:

Melden Sie den Schaden bitte umgehend dem zuständigen Versicherungsbüro Ihres LSB/LSV. 
Natürlich geht das auch online unter www.ARAG-Sport.de

 

Im nächsten vid stellen wir Ihnen die Vertrauensschadenversicherung vor - eine weitere Säule der Sportversicherungsverträge im organisierten Breiten- und Amateursport. 

 

Quelle: aragvid-arag 08/11

Die Unfallversicherung

 

Welche Aufgabe hat die Unfallversicherung?

Die Unfallversicherung schützt vor den wirtschaftlichen Folgen nach einem Unfall,  insbesondere im Fall einer verbleibenden und dauerhaften körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung.

 

Wer ist versichert?

Alle aktiven und passiven Mitglieder, Funktionäre, Übungsleiter, Turn- bzw. Sportlehrer und Trainer, ferner die Schieds-, Kampf- und Zielrichter, alle Angestellten und Arbeiter, Mitarbeiter gegen Vergütung sowie Lizenzspieler und Helfer bei versicherten Veranstaltungen.

 

Was versteht die Versicherung unter einem Unfall?

Ein Unfall liegt dann vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Auch Todesfälle als unmittelbare Folge eines auf der Sportstätte bei der aktiven Teilnahme an Wettkampf oder Training erlittenen körperlichen Zusammenbruchs (ohne äußere Einwirkung) sind versichert.

 

Wann besteht Versicherungsschutz?

Versichert ist grundsätzlich die Teilnahme am satzungsgemäßen Vereins-/Verbandsbetrieb. Unfälle beim Training fallen ebenso darunter wie die Teilnahme an Turnieren oder Sportveranstaltungen für den Verein. Mitversichert sind zudem auch Unfälle, die den Mitgliedern als Zuschauer bei versicherten Veranstaltungen sowie bei sämtlichen sportlichen Aktivitäten auf Sportanlagen, die der Verein seinen Mitgliedern zur Sportausübung zur Verfügung stellt, zustoßen. Auch der direkte Weg zu und von den versicherten Aktivitäten ist abgesichert, jegliche private Sportausübung mit Folgen jedoch nicht.

 

Welche Leistungen werden erbracht?

Die Sportunfallversicherung hat insbesondere das Ziel, bei schweren Verletzungen eine besondere Hilfe zu bieten. Es werden daher in jedem Sportversicherungsvertrag der LSB/LSV im Invaliditätsfall und im Todesfall Leistungen erbracht. Schwerverletzten wird zudem ein Reha-Management über einen erfahrenen Rehadienst angeboten. Dieser Rehadienst begleitet den Verletzten im Rahmen der medizinischen Rehabilitation sowie im  Sozialen-, Beruflichen- oder auch im Pflege-Management. Die Vereinbarungen mit den LSB/LSV bieten darüber hinaus noch weitere Zusatzleistungen, die je nach LSB/LSV variieren.

 

Wie errechnet sich eine Invaliditätsleistung?

Die vertraglichen Bestimmungen sehen für Dauerschäden an Gliedmaßen und Sinnesorganen (Arme, Beine, Sehkraft usw.) feste prozentuale Invaliditätsgrade vor, die abhängig von der tatsächlichen Beeinträchtigung des Verletzten zur Entschädigungsberechnung nach ärztlicher Begutachtung herangezogen werden. Für Gesundheitsschäden an anderen oder mehreren Körperteilen oder Sinnesorganen wird der Invaliditätsgrad von Fachärzten unter Berücksichtigung medizinischer Gesichtspunkte festgestellt.

 

Werden Leistungen meiner privaten Unfallversicherung angerechnet?

Nein. Die Leistungen aus der Sportversicherung erfolgt zusätzlich zur privaten Vorsorge. Grundsätzlich kann über den Sportversicherungsvertrag des LSB/LSV die private Vorsorge nicht ersetzt werden.

 

Vorgehensweise bei einem Unfall

Melden Sie vorsichtshalber jeden Unfall umgehend dem zuständigen Versicherungsbüro Ihres LSB/LSV.  Natürlich geht das auch online unter www.arag-sport.de

 

Das waren die wichtigsten Infos zur Unfallversicherung im Sportversicherungsvertrag. Im nächsten vid stellen wir Ihnen die Haftpflichtversicherung vor, eine weitere wesentliche Säule der Sportversicherungsverträge im organisierten Breiten- und Amateursport. 

 

Quelle: aragvid-arag 07/11

Schaden des Monats - Besuch aus der Eiszeit

 

Auch in diesem Jahr haben die Karnevals- und Faschingsumzüge wieder Millionen Menschen in ihren Bann gezogen, die das bunte Treiben auf den Strassen und in den Gaststätten in vollen Zügen genossen haben. Bei so viel Freude und Ausgelassenheit passiert natürlich auch so manches Malheur, so wie beispielsweise am Faschingsdienstag in einem kleinen kreisfreien Städtchen, wo ein als „Neandertaler“ verkleideter Umzugsteilnehmer mit seiner Keule dafür verantwortlich war, dass eine junge Mutter einen Mittelfußbruch erlitt.

 

Inmitten eines stattlichen Umzugs mit 25 Motivwagen waren die „Neandertaler“ ein besonderer Blickfang und auch schon von weitem sicht- und hörbar. Mit handgefertigten Lendenschurzen, Fellstiefeln und Holzkeulen bewaffnet trotzten sie mit freiem Oberkörper der kalten Jahreszeit und schwangen unter gröhlenden Rufen ihre handgeschnitzten Keulen. Um die Schultern trugen sie prall gefüllte Umhängebeutel, aus denen sie Süßigkeiten und kleine Plüschtiere in die jubelnde Menge warfen. Kleinen Kindern am Straßenrand drückten sie die Geschenke auch schon mal persönlich in die Hände.

 

In genau so einer Situation legte sich der Urzeitmensch Kevin, - im wahren Leben 3. Vorsitzender der „Neanderzunft e.V.“ -, seine schwere Keule über die Schulter, um der kleinen Sophie mit zwei freien Händen etwas Süßes zu geben. Leider geriet dabei die Keule auf seiner Schulter aus dem Gleichgewicht und fiel auf den Fuß von Sophies Mutter, die schmerzerfüllt aufschrie und mit einem Mittelfußbruch und einer dicken Prellung ins Krankenhaus gebracht werden musste. Das Schreiben ihres Rechtsanwalts mit Schadensersatz- und Schmerzensgeldforderungen ließ nicht lange auf sich warten.

 

Als Kevin feststellte, dass sein Verein bei der ARAG eine Haftpflichtversicherung auch für derartige Fälle abgeschlossen hatte, war seine Erleichterung groß. Nach der Schadensmeldung nahm sich die ARAG der Sache umgehend an und befreite die (finanziell nicht gerade auf Rosen gebettete) Neanderzunft von einer großen Sorge.

 

Beim Besuch von Sophies Mutter im Krankenhaus versprach Kevin, dass er und seine Neandertaler in Zukunft auf die schweren, handgeschnitzten Keulen verzichten und auf „handelsübliche“ Keulen aus Plastik zurückgreifen würden.

 

*Namen von der Redaktion geändert

 

Quelle: aragvid-arag 04/11

Zusatzversicherung: Eine Kfz-Zusatzversicherung ist unverzichtbar

 

Jeder Sportverein benötigt neben den Mitgliedern vor allem auch Eltern, Freund und Helfer, die Kinder oder andere Vereinsmitglieder mit dem eigenen Pkw zu Wettbewerben oder Veranstaltungen fahren. Alleine zu den zahlreichen Trainingseinheiten und zu den Auswärtsspielen entstehen so jährlich in einem Verein mittlerer Größe mehrere tausend private Fahrten für den Verein.

Über den Versicherungsschutz und die Haftung dieser Helfer macht sich dabei kaum einer Gedanken. Wer aber übernimmt die Kosten, wenn dabei ein selbstverschuldeter Unfall mit einem Schaden am eigenen Pkw passiert?

Um diesen aktiven Sportlern und Helfern im Falle eines eigenverschuldeten Autounfalls einen ausreichenden Versicherungsschutz gewähren zu können, empfiehlt die ARAG Sportversicherung jedem Verein, der Mitglied eines Landessportbundes oder -verbandes (LSB/LSV) ist, den Abschluss einer Kfz-Zusatzversicherung mit Rechtsschutz.

Die Kfz-Zusatzversicherung mit Rechtsschutz deckt alle wesentlichen Fahrten - so auch die eigene - zur Beförderung von aktiven Sportlern, Funktionären oder Übungsleitern eines Vereins ab. Hierunter fallen z.B. Fahrten zu Trainings- und Übungsstunden, Jugendfreizeiten, Vorstands- oder Ausschuss-Sitzungen des Vereins. Versichert ist dabei immer der jeweils eingesetzte Pkw.

Über das zuständige Versicherungsbüro beim LSB/LSB können Sie ein unverbindliches Angebot für Ihren Verein anfordern. Der Beitrag staffelt sich nach der Vereinsgröße und dem gewählten Umfang und bietet auch kleinen Vereinen bereits einen kostengünstigen Einstieg.

Quelle: aragvid-arag 03/11

Schaden des Monats: Telefon-Auszeit mit Folgen


Der Mehrspartenverein VfL Grün-Weiss mit seinen insgesamt 8 Abteilungen war zu Recht stolz auf seine Nachwuchsarbeit. Besonders beliebt waren das „Kleinkinderturnen mit Eltern" und der Kurs „Turnen und Fitness für Kinder von 7-10 Jahren".
Übungsleiter und Betreuer beider Gruppen war Thorsten P., für den diese reizvolle wie anspruchsvolle Aufgabe neben aller Verantwortung auch positiven Stress bedeutete: Der schier unbegrenzte Bewegungsdrang der Kinder konnte nämlich manchmal nur durch klare Vorgaben und Anweisungen in die richtigen Bahnen gelenkt werden.
So war es auch an diesem Mittwoch wieder besonders laut in der Sporthalle. Thorsten musste den kleinen Philipp bereits zwei Mal ermahnen, seinen Freund Julius nicht auf die unter der Sprossenwand ausgelegten Weichmatten zu schubsen. Und jetzt klingelte auch noch sein Handy! Es war Thorstens Freundin - sicher wollte sie ihm kurz berichten, wie die heutige Klausur gelaufen war. Da er sein eigenes Wort kaum verstehen konnte, nahm der Betreuer das Handy mit in den angrenzenden Umkleideraum und telefonierte bei angelehnter Tür mit seiner Freundin. Nach kurzer Zeit wurde er von einem lauten Schrei aus der Turnhalle aufgeschreckt.
Was war passiert? Die 7-Jährige Klara war, obwohl das den Kindern verboten war, auf die Sprossenwand geklettert und von dort auf die Weichmatten gesprungen. Die Matten waren durch das Herumtoben der anderen Kinder etwas verschoben worden, so dass Klara mit dem rechten Knöchel auf dem harten Turnhallenboden aufkam und sich prompt das Sprunggelenk brach.
Zwei Tage später meldete der Sportwart des VfL den Vorgang bei der ARAG Sportversicherung. Die rechtliche Prüfung des Sachverhalts ergab, dass Thorsten seine Aufsichtspflicht verletzt hatte. Zwar konnte von ihm nicht verlangt werden, dass er die gut zwanzig Kinder ständig im Blick hatte, allerdings hätte er die Halle unter gar keinen Umständen verlassen dürfen. Auf jeden Fall hätte Thorsten durch klare Anweisungen verhindern können, dass Klara oder auch andere Kinder während seiner Abwesenheit an der Sprossenwand hochklettern.
Die ARAG Sportversicherung bestätigte ihre Eintrittspflicht und übernahm die Folgekosten; insbesondere auch die von der Krankenversicherung geltend gemachten Kosten für die Krankenhausbehandlung.
Der Verein entschloss sich, Thorsten für mehrere Wochen einen erfahrenen Trainer zur Seite zu stellen, der ihn nach den Turn-Stunden auch gründlich über die Rechte und Pflichten eines Übungsleiters unterrichtete.
Quelle: aragvid-arag 02/11

Sportunfälle ARAG
Stand 28-01-2011
ARAG Sportunfälle Meldungen.pdf
PDF-Dokument [257.0 KB]

Nicht über alles sollte man Gras wachsen lassen


Am dritten Juli-Wochenende richtete der FC Concordia sein Sommerfest aus. Auf dem Rasenplatz wurde dafür ein großes Bierzelt aufgebaut.

Der benachbarte Acker hinter dem Zelt gehörte seit einiger Zeit ebenfalls zum vereinseigenen Gelände. Bei den Vorbereitungen hatte ihn dennoch niemand beachtet: Das ungemähte Grundstück wurde für die Feier nicht gebraucht. Der Verein hatte es im Frühjahr für die Saat ein letztes Mal gepflügt, bevor auf der Fläche im nächsten Jahr ein Parkplatz entstehen sollte.

Zum Sommerfest war mit ca. 200 anderen Gästen auch der 19-jährige Kevin erschienen. Er selbst gehörte dem Verein nicht an, er begleitete seine Freundin Mandy, die Mittelstürmerin der 1. Damenmannschaft. Gemeinsam mit den anderen Besuchern feierten die Beiden einige Stunden fröhlich im Zelt, bis Kevin mal dringend musste.

Draußen vor dem Toilettenwagen hatten sich bereits lange Schlangen gebildet und da Kevin keine große Lust hatte, lange zu warten suchte er sich schnell hinter dem Zelt eine einsame Stelle, um sein dringendes Bedürfnis zu erledigen. Kurze Zeit später hörte einer seiner Freunde einen lauten Schrei:

Wie sich später herausstellte, hatte im Frühling ein mit den Arbeiten auf dem Acker betrauter Helfer wohl nicht seinen besten Tag gehabt und die an den Traktor angehängte Egge nach Beendigung seiner Arbeit auf dem angrenzenden Wiesenstück abgehängt und dann schlicht liegen gelassen. Das Gras war danach immer höher gewachsen, so dass die Egge nicht mehr zu sehen war und dadurch eine potentielle Gefahr darstellte.

Kevin war nun prompt mit dem rechten Fuß in die Egge getreten, eine Zacke hatte sich durch die Schuhsohle in seinen Fuß gebohrt und dort eine schmerzhafte, klaffende Fleischwunde verursacht.

Nach der ärztlichen Untersuchung stellte sich zum Glück heraus, dass die Verletzung nicht ganz so schlimm war; wie sie zunächst ausgesehen hatte. Dennoch musste sich Kevin für 3 Wochen in ambulante Behandlung begeben und fehlte in dieser Zeit auf seiner Arbeitsstelle. Er forderte vom Verein ein Schmerzensgeld und Ersatz für seinen Verdienstausfall.

Die Sporthaftpflicht-Versicherung, welche der FC Concordia über seinen Landessportverband bei der ARAG unterhielt, erkannte die Haftung des Vereines (bzw. der Vereinsverantwortlichen) natürlich an, denn der Verein hatte durch die achtlos liegen gebliebene Egge einen gefährlichen und verkehrswidrigen Zustand geschaffen, der letztendlich zur Verletzung des jungen Mannes geführt hatte.

Nach einem kurzem Briefwechsel einigte man sich darauf, dass die Versicherung den Verdienstausfall regulierte sowie ein Schmerzensgeld zahlte.

Damit war der unangenehme Vorgang schnell geregelt.

Der Vorstand beschloss in seiner nächsten Sitzung als Konsequenz aus den Vorkommnissen, dass bei zukünftigen derartigen Tätigkeiten neben den ausführenden Arbeitern auch 2 Vereinsmitglieder bestimmt wurden, welche den ordnungsgemäßen Abschluss der Arbeiten zu kontrollieren hatten.

* Name von der Redaktion geändert

Quelle: aragvid-arag 08/10

Die 9 wichtigsten Fragen :

Wann genießen Eltern Versicherungsschutz ? Müssen Übungsleiter eine Lizenz haben ? Diese und sieben weiter Fragen werden hier beantwortet.
Ist der Diebstahl von Sachen aus der Umkleideräume versichert?
Nein, er fällt nicht unter den Schutz des Sportversicherungsvertrages. Hierfür kann auch keine zusätzlicher Versicherungsschutzerworben werden. Werden mitgliedseigene Sachen durch einen Einbruch entwendet, ist unter Umständen eine Schadenregulierung über die eigene Hausratversicherung möglich.

Wie sind Sportler versichert, die vom Verein Aufwandsentschädigung erhalten?
Genauso wie alle anderen Sportler, solange es nur eine Aufwandsentschädigung ist und der Sport nicht in irgendeiner Form berufsmäßig ausgeübt wird. Bei Berufssportler gelten Sonderregelungen, über die Sie der Versicherer informiert.

Sind Eltern, die ihre Kinder zu Veranstaltungen fahren, versicherte Helfer?
Als Helfer gelten Personen, die für die Abwicklung der Veranstaltung vom Verein eingesetzt werden, also bestimmte aktive Aufgaben übernehmen. Für Eltern, die ihre Kinder lediglich zur Veranstaltung fahren, würde dies nur dann gelten, wenn der Verein einen Fahrdienst organisiert und die Eltern dafür einteilt. Sind Eltern Vereinsmitglieder, gelten sie als Zuschauer an einer versicherten Veranstaltung und sind über die Sportversicherung abgesichert.

Wie sind Nichtmitglieder bei Vereinsveranstaltungen versichert?
Die persönliche Absicherung der Nichtmitglieder ist über die Sportversicherung nicht versichert. Vereine können Nichtmitglieder über eine günstige Pauschalversicherung absichern.

Sind Eltern beim Eltern-Kind-Turnen versichert, wenn sie nicht Vereinsmitglied sind?
Auch beim Eltern-Kind-Turnen sind nur die Mitglieder selbst versichert. Sind Eltern und/oder Kinder nicht Mitglied, sind sie nicht versichert. Der Verein als Veranstalter und der Übungsleiter sind selbstverständlich gegen Haftansprüche (z.B. der Teilnehmer) abgesichert.

Können Übungsleiter auch ohne Lizenz das Training von Jugendlichen beaufsichtigen?
Für die Sportausübung ist eine Lizenz sicher nützlich, in vielen Fällen auch vorgeschrieben. Für den Versicherungsschutz der Sportversicherung benötigt der Übungsleiter/Trainer keine Lizenz. Es reicht aus, wenn die Aufsichtspersonen ausreichende Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen haben.

Kann ich einen Gegner, der mich gefoult hat, für meinen Schaden haftbar machen?
Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass der Teilnehmer an einem Fußballspiel grundsätzlich die Verletzung in Kauf nimmt, die auch bei regelgerechtem Spiel nicht zu vermeiden sind. Dieser Grundsatz gilt im Übrigen für alle "Kontaktsportarten". Das heißt, dass ein Haftpflichtanspruch gegen einen Mitspieler nur bei einem vorsätzlichen, groben Foul Aussicht auf Erfolg hat.

Ist ein Turnier versichert, wenn er ein anderes Sportangebot im Verein wahrnimmt?
Selbstverständlich ist jeder Sportler bei allen versicherten Veranstaltungen, Unternehmungen und Tätigkeiten seines Vereins auch selbst versichert. Eine Fokussierung auf eine bestimmte Sportart findet in der Sportversicherung nicht statt.

Ein Mitglied vom Verein A nimmt an einem Spiel in Verein B teil. Ist das Mitglied versichert?
Wenn die Veranstaltung des Vereins B unter den Versicherungsschutz des Sportversicherungsvertrages fällt und sowohl Verein B als auch die Veranstaltung im Bereich des eigenen Landessportbundes (LSB) stattfindet, ist das Mitglied versichert. Bei Veranstaltungen außerhalb des LSB-Bereiches besteht der Versicherungsschutz nur, wenn das Mitglied von seinem Verein zur Teilnahme an der Veranstaltung delegiert worden ist.

Nutzungsverträge richtig formulieren…

 

...kürzlich fand in Westfalen ein Hallenhandballturnier statt, an dem sich zahlreiche Vereine aus der ganzen Gegend beteiligten. Dabei beschädigte ein vom wurfstarken Linksaußen des Turnierfavoriten abgefeuerter Wurf unglücklich die Scheibe zum Regieraum, die daraufhin ersetzt werden musste. Die Stadt, Eigentümerin der Sporthalle, verlangte von dem veranstaltenden Verein anschließend prompt den Ersatz der Kosten.

 

Der Verein meldete den Schaden zur Haftpflichtversicherung an das zuständige ARAG Sportversicherungsbüro. Die ARAG bestätigte dem Verein den Versicherungsschutz, musste aber die Regulierung des Schadens mit der Begründung ablehnen, dass kein haftungs-begründendes Verschulden des Vereins vorlag. Auch dem Schützen des Balles war keine Sorgfaltspflichtverletzung vorzuwerfen. Ihn traf daher ebenfalls kein haftungsbegründendes Verschulden.

 

Die Stadt beharrte dennoch auf Kostenersatz für die neue Scheibe. Sie berief sich dabei auf den mit dem Verein bestehenden Nutzungsvertrag. In diesem Vertrag ist unter anderem vereinbart: „Der Verein haftet für sämtliche Schäden.“

 

Eine solche vertraglich vereinbarte verschuldensunabhängige Haftung geht über die gesetzliche Haftung hinaus. Der Verein, der eine solche Vertragsreglung unterzeichnet, muss auch für Schäden aufkommen, für deren Übernahme er nach den gesetzlichen Regelungen nicht verpflichtet wäre.

 

Eine verschuldensabhängige Haftung im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches setzt voraus, dass der Verursacher den Schaden vorsätzlich oder fahrlässig und rechtswidrig verursacht hat.

 

 

Vorsätzliches Handeln ist gegeben, wenn der Schaden absichtlich verursacht wurde, zum Beispiel beim Sprayen an Hausfassaden. Versicherungsschutz durch die Haftpflichtversicherung besteht in diesen Fällen nicht.

 

Fahrlässig handelt derjenige, der die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht gelassen hat, also nicht die notwendigen Vorkehrungen zum Schutze trifft, die geeignet wären, Gefahren von Teilnehmern und Besuchern tunlichst abzuwenden.

 

Hat der Verein keine Sorgfaltspflichten verletzt und ist der Schaden eventuell nicht einmal von einem Mitglied, Funktionär oder Beauftragten des Vereins verursacht worden, so ist der Verein dennoch vertraglich zum Ersatz des Schadens verpflichtet, wenn er sich über die gesetzliche Haftung hinaus zur Übernahme sämtlicher Schäden verpflichtet hat.

 

Vor der Unterzeichnung eines Nutzungsvertrages sollte der Vertrag deshalb genauestens geprüft und darauf geachtet werden, dass die Haftung ausschließlich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen, also nur verschuldensabhängig, übernommen wird.

 

Nicht nur bei der Haftung selbst, auch bei der Freistellung des Eigentümers, ist darauf zu achten, dass der Halleneigentümer ausschließlich von etwaigen gesetzlichen Haftungsansprüchen der Mitglieder, Bediensteten oder Beauftragten, der Besucher und sonstiger Dritter freigestellt wird, die in Zusammenhang mit der Benutzung der überlassenen Sportanlage stehen.

 

Übrigens: Den oft im Zusammenhang mit der Unterzeichnung des Nutzungsvertrages von dem Eigentümer der Sportanlage geforderten Versicherungsnachweis stellt Ihnen Ihr ARAG Sportversicherungsbüro gerne aus. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns.

 

Quelle: aragvid-arag 06/13